Zwei Runden vor dem Ende der Spielzeit hat Freiburg (37 Punkte) als Tabellen-13. nun sieben Punkte Vorsprung auf den 1. FC Köln, der den Relegationsplatz 16 einnimmt. Hannover kann trotz des Remis weiter auf eine erneute Europa-Tournee hoffen. Der diesjährige Europa-League-Viertelfinalist blieb Siebter (45) im Klassement und hat nun drei Punkte mehr auf dem Konto als der ärgste Europapokal-Verfolger Werder Bremen. «Wir werden alles versuchen. Wir haben aber heute einen Matchball vergeben», sagte 96-Trainer Mirko Slomka. Zuvor hatte er nach eigenem Bekunden «mit ein bisschen Wehmut» die Spiele im Europa-League-Halbfinale im Fernsehen angeschaut. Für ihn und seine Spieler waren die TV-Bilder eine Portion Zusatzmotivation: Von Beginn an setzte 96 auf Offensive. Doch zu oft fehlte den Gastgebern die notwendige Präzision im Abschluss. Die beste Möglichkeit hatte in Halbzeit eins der ins Team zurückgekehrte Lars Stindl (20.), der aus zehn Meter am starken SC-Keeper Oliver Baumann scheiterte. Die Freiburger bewiesen in der AWD-Arena, dass ihre jüngste Erfolgsserie kein Zufall war. Zweikampfstark und stets gefährlich bei Kontern - so hielten sie die Partie offen. Im Sturm fiel vor allem der agile Ex-Hannoveraner Rosenthal auf, in der Defensive räumte besonders Oliver Sorg auf der rechten Seite ab. Einziges Manko: Die Breisgauer spielten zu selten ihre Aktionen konsequent zu Ende. Auch nach dem Wechsel änderte sich das Bild nicht. Freiburg zeigte die bessere Spielanlage, die besseren Chancen hatte Hannover. Der gefährlichste 96-Spieler war der Abwehrmann Emanuel Pogatetz. Der Österreicher verpasste in der 65. und 75. Minute mit Kopfbällen ganz knapp das SC-Gehäuse. Auch in der Schlussviertelstunde rannte Hannover an, Freiburg blieb aber Herr der Lage.
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