Raúl verlässt Schalke - Zukunft noch offen
Gelsenkirchen (dpa) - 19.04.2012, 14:32 Uhr
Stürmerstar Raul wird den FC Schalke 04 am Saisonende verlassen. Foto: Federico Gambarini
Die Schalke-Fans sind traurig. Die Bundesliga verliert einen ihrer beliebtesten Topstars. Drei Spieltage vor dem Ende der Saison hat Raúl seinen Abschied zum Saisonende verkündet und dem FC Schalke 04 im Endspurt einen Nackenschlag versetzt. Zwar war nach monatelangen Verhandlungen mit dem Weggang von Spaniens Fußball-Ikone zu rechnen, dennoch sorgte die Nachricht am Donnerstag für ein Paukenschlag. Bis zuletzt hatten Schalkes Manager Horst Heldt und Clubchef Clemens Tönnies versucht, den allseits beliebten Spanier zum Bleiben für ein weiteres Jahr zu bewegen - am Ende entschied sich Raúl nach reiflicher Überlegung aber gegen den neuen Einjahresvertrag. «Wir hatten zwei tolle Jahre mit ihm und hätten ihn gern ein weiteres Jahr behalten», sagte Aufsichtsratsvorsitzender Tönnies, der betonte, dass man für Raúl nicht das Gehaltsgefüge sprengen wolle: «Wir haben ganz klare Vorstellungen, welcher Rahmen für uns möglich ist.» Angeblich bot Schalke Raúl ein Gehalt von vier Millionen Euro für weitere 12 Monate. Bis zu diesem Sommer verdiente der 34 Jahre alte Offensivspieler dem Vernehmen nach sieben Millionen jährlich, wobei sein Ex-Club Real Madrid zwei Millionen Euro beisteuerte. Offiziell bestätigt wurden diese Summen nie. Nun verlässt Raúl, der vom damaligen Trainer Felix Magath im Sommer 2010 ins Revier gelotst worden war, den Club ablösefrei.
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Wohin Raúl geht, der sich an seinem Wohnort Düsseldorf nach eigenem Bekunden pudelwohl fühlte, ist bislang nicht bekannt. Zuletzt war er von spanischen Medien mit Vereinen in Katar in Verbindung gebracht worden, wo er angeblich bis zu neun Millionen Dollar pro Saison verdienen könne. Womöglich kehrt Raúl aber auch zu Real Madrid zurück, wo er in anderer Funktion tätig werden könnte. Die Gründe für seinen Abschied, seine Zukunftspläne und seine Wünsche für die restlichen drei Saisonspiele im königsblauen Dress mit der Nummer «7» will der dreimalige Champions-League-Sieger am Donnerstagmittag in Gelsenkirchen erläutern. Zuvor absolvierte er wie gewohnt emsig das Training mit dem Team von Huub Stevens. |