Nachträglicher «Maulkorb» für Podolski
Köln (dpa) - 19.04.2012, 12:09 Uhr
Lukas Podolski wurde wegen seiner Stellungnahme zur Präsidiumswahl zurechtgewiesen. Foto: Bernd Thissen
Die Unruhe beim 1. FC Köln findet kein Ende. Diesmal mittendrin: Lukas Podolski. Der Nationalspieler wurde für seine öffentliche Einmischung in die bevorstehende Präsidiumsneuwahl kräftig zurückgepfiffen. «Die Arbeitsverträge verbieten es Spielern, sich unabgestimmt gegenüber den Medien zu äußern. Das gilt auch für Lukas Podolski», ließ ein augenscheinlich sehr erboster Claus Horstmann wissen. Dem Vorsitzenden der Geschäftsführung stieß es mehr als sauer auf, dass sich Podolski unerlaubt in Interna des abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten einschaltete. Seine klare Positionierung, den ehemaligen FC-Profi und -Manager Karl-Heinz Thielen als künftigen Vereinschef zu empfehlen, war ein Affront gegen die zuständigen Gremien und rief Horstmann umgehend auf den Plan: Podolski wurde nachträglich ein «Maulkorb» verpasst.
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Klare Horstmann-Aussage: «Für die Nominierung des Vorstandskandidaten-Teams ist alleine der FC-Verwaltungsrat zuständig.» Kein Podolski und kein anderer Spieler. Der Nationalstürmer musste kleinlaut einräumen, dass seine Aussage pro Thielen und dessen Vorstandscrew «möglicherweise etwas voreilig» war. Der «Kicker» bezeichnete Podolski als «Prinz Poldi - der König des Klüngels». Podolskis Erklärung kam zur Unzeit. Der Kölner Publikumsliebling, der noch immer offen lässt, ob er bleibt oder nach Saisonende geht, musste notgedrungen zurückrudern: «Ich denke, dass unsere Mitglieder unabhängig davon die richtige Entscheidung im Sinne des Vereins treffen werden. Unsere Konzentration gilt jetzt den restlichen Spielen.» Das mahnte auch Horstmann an - «ohne Wenn und Aber». |