Hertha-Manager Preetz: Rehhagel «kein Irrtum»
Berlin (dpa) - 09.04.2012, 13:58 Uhr
Hertha-Manager Michael Preetz (r) glaubt an den Erfolg von Trainer Otto Rehhagel. Foto: Hannibal Hanschke
Die Krisen-Hertha steht vor der «Entscheidungsschlacht». So wertet Berlins Trainer-Oldie Otto Rehhagel die Heimpartie seiner Mannschaft am Dienstag gegen den SC Freiburg - und sieht sein Personal fünf Spieltage vor Saisonende gerüstet. «Die Mannschaft hat dagegengehalten und gezeigt, dass sie den Abstiegskampf zu 100 Prozent angenommen hat», befand Rehhagel nach dem aufopferungsvoll verteidigten 0:0 beim Champions-League-Anwärter Borussia Mönchengladbach. Die sieben Punkte, die der Trainer-Routinier in sieben Partien mit Hertha bisher geholt hat, wertet Preetz durchaus positiv, obwohl der Club mit «König Otto» sogar auf einen Abstiegsrang stürzte. «Otto Rehhagel hat natürlich in einer schwierigen Phase die Mannschaft übernommen. Wir hatten viele Verletzungen, viele Sperren. Der Rhythmus war weg bei vielen Leistungsträgern. Deshalb sind wir 2012 sehr, sehr spät ein bisschen ins Rollen gekommen», meinte Michael Preetz. «Nein, das war kein Irrtum», verteidigte der in Berlin heftig kritisierte Manager nochmals die Entscheidung, den 73 Jahre alten Rehhagel überraschend reaktiviert zu haben.
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Das Hertha-Team habe sich nach Monaten der Verunsicherung «jetzt wieder stabilisiert», glaubt Preetz und schiebt alle Diskussionen über mögliche Abstiegskonsequenzen - auch eigene - weit von sich weg. «Das ist aus meiner Sicht völliger Quatsch. Wir sind als Aufsteiger mit dem Ziel angetreten, die Klasse zu halten. Wir haben eine Mannschaft, die über genügend Qualitäten verfügt, glaube ich.» Bei zwei Punkten Abstand zum Relegationsplatz und drei zum 15. Rang müssen die Berliner (27 Punkte) in den nächsten beiden Heimspielen gegen direkte Konkurrenten aber punkten, um den Kampf um den Verbleib in der Fußball-Bundesliga bis zuletzt offen zu halten. Nach der Partie gegen die ebenfalls noch gefährdeten Freiburger (32) und dem Gastspiel in Leverkusen empfängt Hertha den designierten Absteiger Kaiserslautern (20) im Olympiastadion. «Wir glauben an uns und lassen nicht die Köpfe hängen», unterstrich Torwart Thomas Kraft. |