Die wichtigste Personalie bei den Gästen gab es vor dem Spiel: Nur sechs Wochen nach seiner Schulterverletzung kehrte Unnerstall überraschend zurück. Er und nicht Routinier Mathias Schober ersetzte den ehemaligen Nationaltorwart Timo Hildebrand, der sich gegen Bilbao schwer verletzt hatte. An dem 21 Jahre alten Keeper hatte es aber nicht gelegen, dass es für die Schalker zunächst nicht gut aussah. Der Champions-League-Aspirant stand noch immer unter dem Eindruck des deprimierenden Europapokal-Abends. Von der gefürchteten Offensiv-Abteilung mit Raúl, Huntelaar und Jefferson Farfan war kaum etwas zu sehen, Spielmacher Lewis Holtby fiel nur wenig ein, die Defensive wirkte verunsichert. Umso unverständlicher, dass die Hoffenheimer aus der Schalker Schwäche zu wenig machten. Die erste Möglichkeit der Gastgeber war der verwandelte Elfmeter. Erst danach erspielten sich die Kraichgauer Chancen. Nach dem Wechsel wurde die Partie unterhaltsamer. Das lag vor allem an den Gästen. Zwischen der 56. und 61. Minute gab es Torraumszenen im Minutentakt: Schalkes Farfan scheiterte aus kürzester Entfernung am großartig reagierenden Tom Starke. Nach dem Eckball verhinderte Fabian Johnson den Ausgleich, als er einen Kopfball von Jermaine Jones auf der Linie abwehrte. Danach vergaben Firminio, Salihovic und Jannik Vestergaard Chancen, die Führung der Hoffenheimer auszubauen. Mit zunehmender Spieldauer war den Schalkern der Kräfteverlust anzumerken. Doch ausgerechnet der eingewechselte Ex-Hoffenheimer Chinedu Obasi brachte die Gäste ins Spiel zurück. Er holte den Elfmeter heraus, den Huntelaar verwandelte. Kurz zuvor hatte der Niederländer nur die Latte getroffen (78.). In der Schlussphase hätten die Gäste sogar noch den Sieg herausschießen können. Spieldaten: Ballbesitz in %: 46,8 - 53,2 Torschüsse: 15 - 19 gew. Zweikämpfe in %: 43,8 - 56,3 Fouls: 23 - 16 Ecken: 5 - 4 Quelle: optasports.com
 |