Am Samstag muss der 1. FC Kaiserslautern ausgerechnet beim SC Freiburg antreten, der fünf Punkte vor dem FCK auf dem Relegationsplatz liegt. Dem Traditionsclub droht der dritte Bundesliga-Abstieg nach 1996 und 2006. Der 42-Jährige Kurz, dessen Vertrag bis zum 30. Juni 2013 läuft, hatte die «Roten Teufel» 2010 als Zweitliga-Meister zurück in die Bundesliga und in der vergangenen Saison auf einen beachtlichen siebten Platz geführt. «Dieser Schritt fällt uns allen nun sehr schwer, denn Marco Kurz hat sich immer komplett in den Dienst der Sache und des Vereins gestellt», erklärte Kuntz. «Marco Kurz verdient für seine Arbeit und charakterliche Integrität den höchsten Respekt und Anerkennung. Um aber wirklich jede denkbare Möglichkeit für den Klassenerhalt ausgeschöpft zu haben, müssen wir diesen Weg gehen.» Der FCK hatte am Sonntag gegen Schalke einen desolaten Eindruck hinterlassen, dennoch konnte und wollte sich Kuntz nach dem «Tiefpunkt der Saison» nicht von Emotionen leiten lassen und kündigte eine umfangreiche Analyse an. Noch am Montag hatte Kurz das Regenerationstraining hinter verschlossenen Türen im Fritz-Walter-Stadion geleitet. Am Dienstag war dann Schluss. Immer lauter wird unterdessen auch die Kritik am Vorstandsvorsitzenden Kuntz: Der Ex-Nationalstürmer hatte vor knapp vier Jahren die Verantwortung übernommen, als der FCK kurz vor dem Fall in die 3. Liga und der Insolvenz stand. Mit strengem Sparkurs brachte er den Club wieder auf Kurs. Mit einem Mini Spieler-Etat von 16 Millionen Euro und der Belastung von jährlich etwa zehn Millionen für das Fritz-Walter-Stadion hat Kuntz stark eingeschränkte finanzielle Möglichkeiten. Der einstige Bundesliga-Torschützenkönig bewies zuletzt aber auch kein Händchen mehr bei den Neueinkäufen: Die Abgänge vor allem von Torjäger Srdjan Lakic (VfL Wolfsburg/jetzt 1899 Hoffenheim) und Ivo Ilicevic (Hamburger SV) konnten nie kompensiert werden. Vor allem im Angriff - mit 17 Toren der mit Abstand der schwächste der Liga - fand Kurz einfach keine Lösung - das kostete ihn letztendlich den Job.
Pressemitteilung
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