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FCK-Chef Kuntz gibt Kurz nach Pleite Rückendeckung

Mainz (dpa) - 26.02.2012, 09:38 Uhr

Kaiserslauterns Trainer Marco Kurz konnte die Leistung seines Teams nicht fassen. Foto: Fredrik von Erichsen
Kaiserslauterns Trainer Marco Kurz konnte die Leistung seines Teams nicht fassen. Foto: Fredrik von Erichsen

13 Spiele ohne Sieg, Absturz auf Platz 17 - die Angst geht um beim 1. FC Kaiserslautern. «Ich warne davor, sich jetzt auseinanderzudividieren», sagte Vorstandschef Stefan Kuntz nach der desaströsen 0:4 (0:3)-Abfuhr im Rheinland-Pfalz-Derby beim FSV Mainz 05.

Der frühere Nationalspieler mahnte den Zusammenhalt zwischen Verein und Fans an und gab dem angeschlagenen Trainer Marco Kurz und dem Team Rückendeckung: «Das ist der Kader, von dem wir überzeugt sind, dass er den Klassenverbleib schafft, inklusive des Trainerteams. Und von dem sind wir auch weiter überzeugt.»

Die warmen Worte des Chefs treffen indes nicht die Realität nach 23 Spieltagen. «Schlechter kann es nicht mehr werden», stellte Kapitän Christian Tiffert nach den Treffern von Mohamed Zidan (3. Minute), Adam Szalai (17.), Nikolai Müller (30.) und Eric Maxim Choupo-Moting (74.) ernüchtert fest. «Die erste Halbzeit war eine Frechheit. Wir konnten nicht einmal das, was jede Mannschaft kann: Kratzen, beißen, spucken und kämpfen», ergänzte Pierre de Wit. «Drei Tore vor unserer Kurve, das war schon verhöhnend. Wir dürfen nicht vergessen, die Spiele werden weniger und die zu vergebenden Punkte auch», warnte der früherer Mainzer Mathias Abel. De Wit fügte hinzu: «Wer den Schuss jetzt nicht gehört hat, dem ist nicht zu helfen.»

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Die Luft für Trainer Kurz wird dünner. Der 42-Jährige übernahm nach dem «Tiefpunkt, solange ich hier bin», Verantwortung. «Ich habe einen schlechten Job gemacht», erklärte Kurz. Er prophezeite unangenehme Tage bis zum Heimspiel am nächsten Samstag gegen den VfL Wolfsburg. «Die Unruhe wird ein Wahnsinn sein. Wir brauchen eine Reaktion in Form eines Sieges. Im Abstiegskampf die Tugenden vermissen zu lassen, ist unter dem Strich auf Dauer zu wenig», sagte Kurz. Einen Plan hat er nicht parat. «Wir werden die Partie mit der Mannschaft analysieren», erklärte der 42-Jährige.

Kuntz ist vom Kader überzeugt, doch es fehlt an Qualität in allen Mannschaftsteilen. Sieben Stürmer sind unter Vertrag, die Ausbeute ist dürftig: 16 Tore in 23 Spielen sind nicht erstligatauglich. Auch der Abwehr wurden von berauschend aufspielenden Mainzern die Grenzen aufgezeigt. Ideen aus dem Mittelfeld sind Mangelware. 13 Spiele ohne Sieg wirken wie ein überdimensionaler Rucksack und lähmen.


Die FCK-Fans hielten sich in der ausverkauften Arena bis auf das Abbrennen von Pyrofackeln zurück. Nach dem Spiel aber gab es tätliche Auseinandersetzungen mit Mainzer Anhängern, als ein Unfall zu einem Stau führte, Fans die Scheiben ihrer Busse einschlugen und sich mit Mainzern Schlägereien lieferten. Die Polizei setzte nach eigenen Angaben Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Es gab Verletzte und demolierte Busse.

Mit dem Derby-Sieg im Rücken fährt der FSV Mainz 05 gelassen zu Meister Borussia Dortmund mit Ex-Trainer Jürgen Klopp. «Ein Sieg im Derby ist immer schön, ein Erfolg in dieser Höhe außergewöhnlich», sagte Trainer Thomas Tuchel. Der höchste Saisonsieg vertreibt die größten Abstiegssorgen. Der Anschluss ans Mittelfeld ist geschafft. Zidan trumpfte mit seinem vierten Treffer im vierten Spiel wieder auf und stellte damit einen Bundesliga-Rekord auf. Diesmal unterstützten ihn seine Nebenspieler beim Toreschießen. Genießen konnte das besonders der Ungar Szalai. Nach einem Jahr im Krankenstand war der erste Treffer für ihn eine Erlösung.

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