Adler vor Vierjahresvertrag beim HSV - Drobny soll weg
Hamburg (dpa) - 23.02.2012, 14:39 Uhr
René Adler steht in der kommenden Saison für den HSV zwischen den Pfosten. Foto: Rolf Vennenbernd
An zwölf Bundesliga-Spieltagen darf Jaroslav Drobny noch das Tor des Hamburger SV hüten, dann soll René Adler ihn ablösen. Während der Wechsel des ablösefreien Leverkuseners intern schon feststeht und in den nächsten Tagen perfekt gemacht werden soll, wird nach außen noch gemauert. «Wir haben nichts zu vermelden», sagte HSV-Mediendirektor Jörn Wolf. Wie das Fachmagazin «Kicker» berichtete, soll Adler einen Vierjahresvertrag beim Tabellen-Elften unterschreiben. Am Wechsel des auch von Manchester United Umworbenen soll auch Ausrüster Adidas mitgewirkt haben. Der lange am Knie verletzte 27-Jährige könnte in Hamburg rund drei Millionen Euro verdienen. Angeblich soll der Deal schon nach dem Auswärtsspiel beim Bundesliga-Zweiten Borussia Mönchengladbach perfekt gemacht werden. Trainer Thorsten Fink wollte das Thema nicht kommentieren, auch um Drobny vor der wichtigen Partie in Gladbach nicht zu demontieren. Doch es ist kein Geheimnis, dass Sportdirektor Frank Arnesen schon seit Monaten mit Adler und dessen Berater Jörg Neubauer verhandelt.
«Die Entscheidung wird in den nächsten Tagen fallen, wahrscheinlich schon in dieser Woche», sagte Arnesen der «Hamburger Morgenpost». Nach Drobnys Schwächephase zu Beginn der Spielzeit machten sich die Hanseaten Gedanken um eine bessere und jüngere Lösung auf der wichtigen Position. Der bis 2013 an den HSV gebundene Tscheche saß schon in seinem ersten Jahr auf der Bank, als er von Hertha BSC an die Elbe wechselte, aber nicht an Frank Rost vorbeikam. Das wolle er sich nicht noch einmal antun, ließ der 32-Jährige schon vor einiger Zeit verlauten. Zudem wäre für den klammen HSV eine Doppellösung teuer. «Ich kann zu Hamburg nichts sagen, so lange der Transfer noch nicht abgeschlossen ist», erklärte Bayer Leverkusens Trainer Robin Dutt, pries Adler aber an: «Er ist ein erstklassiger Torwart. Das Beste, was es gibt, wenn er fit ist. Es wäre logisch, wenn er zu einem namhaften Verein wechselt.» |