Frierend verfolgte der Publikumsliebling die richtungsweisende Partie auf der Tribüne mit - und schien zunächst ähnlich überrascht wie seine Kollegen über den mutigen Auftritt des HSV. Wesentlich präsenter, versuchten die Hamburger das Spiel an sich zu reißen. Der Ballbesitzfußball bis zum Strafraum und die Disziplin, über die Außenpositionen die kompakten Kölner aus der Deckung zu locken, waren ganz ansehnlich, wirklich gefährlich wurde es im ersten Durchgang allerdings nicht. Die Kölner setzten ihrerseits auf die «Safety First»-Variante und zwei Viererketten. Eigeninitiative Fehlanzeige, spielerische Fantasie ebenfalls. Die beiden einzigen Offensivaktionen der Gastgeber vor dem Wechsel waren alles andere als Hochkaräter. Der Pole Slawomir Peszko (14.) hämmerte den Ball drüber, Milivoje Novakovic (21.) blieb in aussichtsreicher Position mit einem Schussversuch hängen. Der 1. FC hatte in den ersten 45 Minuten weniger als 30 Prozent Ballbesitz - so wenig wie seit sieben Jahren bei einem Heimspiel nicht mehr. Dabei wollten sich die Kölner angemessen auf ihre traditionelle Karnevalssitzung am Folgetag einstimmen. Es blieb beim Vorhaben. Der HSV war auch in den zweiten 45 Minuten die aktivere und gefährlichere Mannschaft und hätte bei etwas mehr Konsequenz im Abschluss, schon früher den sechsten Saisonsieg klar machen können. Petric versemmelte nach einem schönen Doppelpass mit Guerrero (73.) in aussichtsreicher Position - Dennis Aogo vergab sieben Minuten vor dem Ende sogar frei vor FC-Keeper Michael Rensing. Guerrero erlöste schließlich die mitgereisten HSV-Fans - die Kölner Anhänger pfiffen ihre Lieblinge dagegen enttäuscht aus. Spieldaten: Ballbesitz in %: 33,4 - 66,6 Torschüsse: 10 - 19 gew. Zweikämpfe in %: 46,1 - 53,9 Fouls: 18 - 17 Ecken: 5 - 5 Quelle: optasports.com
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