Am Ziel, den 2013 auslaufenden Vertrag mit Robben zu verlängern, habe sich nichts geändert. Sportdirektor Christian Nerlinger habe dies Robbens Vater und Manager Hans in einem Gespräch signalisiert. «Wir sind von Arjens Qualität total überzeugt», sagte Rummenigge. Die aktuelle Entwicklung habe keinen «Meinungsumschwung» ausgelöst. Einen Stimmungsumschwung gibt es sehr wohl. Das «Mia-san-Mia»- Gefühl kehrt langsam zurück, die Jagd auf den Tabellenführer ist eröffnet. «Wir müssen parat stehen für den Fall, dass Dortmund mal ein schlechteres Spiel hat», forderte Rummenigge. Heynckes hat mit dem Härtefall Robben die Trendwende ausgelöst. Neben der Rückversetzung von Toni Kroos auf die Spielmacherposition und Müller auf den rechten Flügel hat sich die Hereinnahme von Luiz Gustavo im defensiven Mittelfeld als Glücksgriff erwiesen. «Mit einer guten Abwehr gewinnt man Titel», hob Heynckes die wiedergewonnene defensive Stabilität besonders hervor. Es passt wieder, betonte auch Torjäger Gomez: «Sehr kompakt, sehr aggressiv, jeder für den anderen - das muss die Marschroute für die kommenden Wochen sein.» Die kommenden Gegner dürften den Bayern jedoch mehr Widerstand leisten als die früh kapitulierenden Lauterer. «Der ganzen Mannschaft hat der Mut gefehlt», gestand Abwehrspieler Florian Dick. «Das frühe Gegentor war Gift», haderte Trainer Marco Kurz. Die Alarmsignale bei den Pfälzern häufen sich. Allein Gomez (18 Tore) hat öfter getroffen als ganz Kaiserslautern (15). Seit dem 22. Oktober 2011 haben die «Roten Teufel» nicht mehr gewonnen. «Es ist kein Beinbruch, wenn man in München verliert», meinte Torwart Trapp: «Aber zwei Punkte aus vier Rückrundenspielen sind im Abstiegskampf natürlich zu wenig.»
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