Babbels Traumeinstand verdorben: 1:1 in Bremen
Bremen (dpa) - 11.02.2012, 18:15 Uhr
Werder-Torwart Tim Wiese (v) rettet gegen den Hoffenheimer Tobias Weis. Foto: Carmen Jaspersen
Bis wenige Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit durfte Markus Babbel auf einen Traumeinstand hoffen. Dann vermasselte der bis dahin so schwache Werder-Angreifer Marko Arnautovic dem neuen Trainer von 1899 Hoffenheim in der 89. Minute den gelungenen Start mit drei Punkten. Der österreichische Stürmer verhinderte so den ersten Sieg der Hoffenheimer in Bremen und rettete Werder beim 1:1 (0:1) zumindest einen Punkt. «Kompliment an die Mannschaft. Sie hat es mental geschafft, sich in kürzester Zeit auf ein neues Trainerteam einzustellen», sagte Babbel nach seinem ersten Einsatz auf der Bank der Hoffenheimer und zeigte sich keineswegs enttäuscht. «Die Jungs waren gewillt, dadurch war es für Werder schwer, ins Spiel zu kommen.»
Mit seinen Anweisungen vor dem Spiel traf Babbel scheinbar den richtigen Ton. «Er hat gesagt, dass die Basis des Erfolgs die defensive Ordnung ist», berichtete Daniel Williams. Bis zur Schlussphase gelang das. Erst in den letzten Minuten verloren die Hofffenheimer den Überblick gegen die wütend anstürmenden Bremer. Nur 28 Stunden nach seiner Vorstellung als Nachfolger des beurlaubten Holger Stanislawski hatte der neue 1899-Coach lange wie der Sieger ausgesehen. Jannik Vestergaard hatte vor 29 176 Zuschauern bereits in der 4. Minute für die Gäste getroffen, danach mühten sich die Bremer meist vergeblich. |