Die dritte Großchance der Hanseaten saß dann. Der 20 Jahre alte Italiener Sala traf in seinem dritten Spiel für den HSV mit einem aufgesetzten Volleyschuss von der Strafraumgrenze nach Vorlage von Paolo Guerrero. Wegen Verletzungen hatte Fink den Zugang vom FC Chelsea in der Hinrunde nicht gebracht, gegen Hertha erstmal für den verletzten Gökhan Töre auf dem rechten Flügel aufgeboten. Nach 401 Minuten ohne Treffer gegen die Bayern war der Bann gebrochen. Neuer konnte nichts ausrichten gegen den strammen Aufsetzer von Sala. Eher hätte Boateng zuvor klären müssen als zu Guerrero zu köpfen. Bayern-Coach Jupp Heynckes hatte nach dem Ausfall von Rafinha (Gelb-Sperre) und Daniel van Buyten (Mittelfußbruch) die Innenverteidigung mit dem Ex-Hamburger Jérome Boateng und Holger Badstuber nicht umstellen wollen. Mittelfeldspieler Anatoli Timoschtschuk machte seine Sache auf ungewohnter Position hinten rechts gut. Den Torschrei der Bayern nach 14 Minuten, als sich Bastian Schweinsteiger vor dem Tor im Luftkampf durchsetzte und einnetzte, erstickte Schiedsrichter Knut Kircher aber umgehend. Der Unparteiische pfiff wegen eines Foulspiels von Mario Gomez an Westermann ab. Wenn die Gäste ihr Tempo entwickelten und ins Rollen kamen, war es mehrmals an HSV-Torhüter Jaroslav Drobny, in letzter Not zu retten. So beim Schuss von Arjen Robben (30.). Der HSV eröffnetet die zweite Halbzeit mit einer Fast-Wiederholung des Treffers von Sala (47.). Die Neuauflage aus gleicher Position misslang aber, weil er im Übereifer über das Tor schoss. Die Bayern übernahmen mehr und mehr die Regie. HSV-Schlussmann Drobny verhinderte in der 70. Minute den Ausgleich bei einem Schuss von Thomas Müller, doch zwei Minuten später war er gegen den Ex-Hamburger Olic chancenlos. Spieldaten: Ballbesitz in %: 35,3 - 64,7 Torschüsse: 13 - 22 gew. Zweikämpfe in %: 54,6 - 45,4 Fouls: 18 - 16 Ecken: 5 - 10 Quelle: optasports.com
 |