Nachdem Franck Ribéry wegen der personellen Engpässe die fehlende Qualität auf der Bank beklagt hatte, verteidigte Heynckes, dass der Rekordmeister im Winter nicht auf dem Transfermarkt tätig geworden war. «Transfers muss man von langer Hand vorbereiten. Ich halte nichts von Schnellschüssen.» Das sei «Aktionismus». In Hamburg könnte helfen, dass die Hanseaten den Bayern extra einen neuen Rasen ausgelegt haben. Denn die «angreifende Mannschaft» habe es auf einem schlechten Platz «schwerer», betonte Heynckes, der zudem feststellte: «Wir haben noch riesiges Steigerungspotenzial.» Für die Bayern beginnen in Hamburg wegweisende Wochen. «Der Februar ist sehr wichtig für uns», sagte Ribéry mit Blick auf die weiteren Liga-Partien gegen Kaiserslautern, Freiburg und Schalke sowie das DFB-Pokal-Viertelfinale in Stuttgart und das Hinspiel im Champions-League-Achtelfinale beim FC Basel. Zum Auftakt sei in Hamburg «nicht großer Zauberfußball» nötig, betonte Bastian Schweinsteiger. Man müsse «einfach nur die drei Punkte holen». Gegen die fünf besten Teams der Liga hat der HSV in dieser Saison noch keinen Punkt geholt - auch gegen die Bayern ging man im Hinspiel mit 0:5 unter. Fink geht es nach der 1:5-Abfuhr gegen den BVB nicht mehr darum, mutig mitzuspielen, sondern diszipliniert auf eine Chance zu warten wie zuletzt beim Sieg in Berlin: «Defensiv gut stehen ist wichtig. Wenn die Bayern ins Rollen kommen, wird es schwer.» Der HSV muss den Ausfall von Innenverteidiger Jeffrey Bruma (Kniereizung) verkraften, nach mehr als drei Monaten Pause soll der Serbe Slobodan Rajkovic die Lücke schließen. Zudem knickte Linksverteidiger Dennis Aogo auf dem teilweise gefrorenen Trainingsplatz um. Zumindest so etwas soll sich auf dem neuen Grün in der Arena nicht wiederholen: Die Greenkeeper versicherten, der neue Rasen werde bei einer Bodentemperatur von sechs Grad bestens bespielbar sein.
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