Gündogan kämpft beim BVB um einen Stammplatz
Dortmund (dpa) - 03.02.2012, 13:38 Uhr
Ilkay Gündogan will sich beim BVB einen Stammplatz sichern. Foto: Patrick Seeger
In Hamburg waren es lediglich acht, gegen Hoffenheim gar nur fünf Minuten. Beim Rückrundenstart von Borussia Dortmund kam Ilkay Gündogan nicht über Kurzeinsätze hinaus. Und doch wähnt sich der einstige Nürnberger in seinem schwierigen Kampf um einen Stammplatz im stark besetzten Meisterkader auf gutem Weg: «Mittlerweile bin ich zu 100 Prozent in Dortmund angekommen. Ich fühle mich sauwohl - das brauche ich, um voll anzugreifen.» Nach lehrreicher Hinrunde ist der Mittelfeldspieler mit vielen guten Vorsätzen ins neue Jahr gestartet. Die Forderung von Trainer Jürgen Klopp, mehr Präsenz und Mut beim Spielaufbau zu zeigen, hält er für berechtigt. Zu lange trug er an der schweren Last, mit seinem nach Madrid gewechselten Vorgänger Nuri Sahin verglichen zu werden: «Ich hatte vor, mich davon nicht beeindrucken zu lassen. Letztlich ist es vielleicht ein wenig anders gekommen.»
Das Debüt in der Nationalelf Mitte Oktober gegen Belgien war eher der klugen Voraussicht von Joachim Löw als der damaligen Form von Gündogan zu verdanken. Mit diesem Schachzug stellte der Bundestrainer sicher, dass der talentierte 21 Jahre alte Profi mit türkischer Abstammung in Zukunft weiter für die DFB-Elf zur Verfügung steht. Die Beförderung zum Nationalspieler konnte jedoch nicht verhindern, dass der Stammplatz im Verein verloren ging. Erst die Ausfälle von Sven Bender und Moritz Leitner ebneten dem vier Millionen Euro teuren Neuzugang die Rückkehr in die BVB-Startelf. Er nutzte die Gunst der Stunde und trat beim 4:1 in Freiburg sogar als Torschütze in Erscheinung. «Grundsätzlich war der Trainer in den letzten Hinrundenspielen mit mir zufrieden», kommentierte Gündogan. |