Rückkehrer Szalai weckt Mainz - Heidel: «Gold wert»
Mainz (dpa) - 30.01.2012, 11:59 Uhr
Mit Adam Szalai strahlt Mainz wieder Gefahr aus. Foto: Fredrik von Erichsen
Das Glück stand Adam Szalai ins Gesicht geschrieben. Im Gespür für besondere Momente holten die Fans den langen Ungarn nach dem 3:1 (3:0) gegen den SC Freiburg zur obligatorischen «Humba»-Jubelpose auf den Zaun. Genau 365 Tage nach einer langwierigen Knieverletzung war der Stürmer wieder ganz oben. «Es war super, endlich mal in diesem Stadion auflaufen zu können, und das auch noch auf den Tag genau ein Jahr nach meiner Verletzung. Ich freue mich sehr, wie die Fans mich empfangen haben, und natürlich über die drei Punkte, die für uns sehr wichtig sind», erzählte der 24-Jährige. «Der Junge ist Gold wert», sagte 05-Manager Christian Heidel nach dem Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Geht die Formkurve des gefühlten Neuzugangs weiter steil bergauf, könnte Heidel die intensive Suche nach einem weiteren Stürmer eigentlich einstellen und dem Club einen teuren Transfer in letzter Minute der Ablauffrist einstellen.
Rückblende: Am 29. Januar 2010 war Szalai im Derby beim 1. FC Kaiserslautern nach acht Minuten mit Torhüter Tobias Sippel zusammengekracht. Die Diagnose war furchterregend: Kreuz- und Innenbandriss, dazu ein Sehnenriss und ein aus der Bahn gesprungener Nerv. Zweimal musste der ungarische Nationalstürmer unters Messer und quälte sich in langen Monaten zurück. «Es gab nicht wenige, die geglaubt haben, dass er nie wieder kommt nach der fürchterlichen Verletzung», erklärte Heidel rückblickend. «Da war ja alles kaputt im rechten Knie.» Aber Szalai erweist sich als Kämpfertyp, der den Traum von einer großen Karriere längst nicht aufgegeben hat. Zusammen mit den nach Leverkusen und Schalke abgewanderten André Schürrle und Lewis Holtby rockte er als Mainzer Boy-Group die Liga. Der fünfte Tabellenplatz in der vergangenen Saison war auch sein Verdienst - auch wenn er die zweite Saisonhälfte nur als Zuschauer erlebte. |