FCA macht sich das Leben selbst schwer
Augsburg (dpa) - 29.01.2012, 12:19 Uhr
Augsburgs Trainer Jos Luhukay haderte mit der Chancenauswertung seiner Mannschaft. Foto: Stefan
Die Augsburger Bundesliga-Bubis machen sich im Abstiegskampf das Leben selbst am allerschwersten. Beim 2:2 (1:1) im Kellerkrimi gegen den 1. FC Kaiserslautern verschenkten die schwäbischen Neulinge ihren vierten Saisonsieg. Das magere Pünktchen stimmte niemanden zufrieden. In seiner grenzenlosen Leichtfertigkeit ließ der FCA gleich vier hundertprozentige Chancen liegen. Abgeklärtheit und Coolness sehen anders aus. «Das darf man sich auf einem solchen Niveau nicht leisten», urteilte Trainer Jos Luhukay angefressen. Gleich zum Rückrunden-Auftakt im Fußball-Oberhaus geraten die Augsburger wieder mächtig ins Hintertreffen, nachdem sie sich zum Ende der Hinrunde so mühsam an die Nichtabstiegsplätze herangekämpft hatten. Immerhin stimmten im Gegensatz zur Freiburg-Pleite vor Wochenfrist Leistung und Einsatzbereitschaft - die Chancenauswertung am Samstag war aber nicht mal zweitligareif. «Es darf eigentlich nicht sein, dass wir so viele klare Möglichkeiten vergeben», kommentierte Verteidiger Marcel de Jong. Der flinke Offensivmann Tobias Werner ergänzte: «Wir hatten Chancen für zwei, drei Spiele.»
Nach einer knappen Viertelstunde hätte Werner persönlich schon für die Vorentscheidung sorgen können, «sorgen müssen», wie er erklärte. Doch allein vor dem FCK-Tor versagten dem 26-Jährigen in seiner ersten Bundesligasaison mal wieder die Nerven - so wie wenig später auch Sascha Mölders (40./63. Minute) und Marcel Ndjeng (81.). Mit jeder weiteren Slapstick-Einlage wurde das Raunen auf den Tribünen lauter, so mancher Fan wusste sich nur noch mit Ironie zu helfen, lachte lauthals los und kam aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus. «Der Klassenerhalt ist dadurch weder gewonnen noch verloren. Aber wir hätten ganz klar einen Dreier einfahren müssen. Unentschieden bringen uns nicht weiter», verdeutlichte Luhukay. Der FCK war angetan von der unbeabsichtigten Gastfreundschaft: Aushilfs-Torjäger Florian Dick (25./48.) traf gleich zweimal. Immerhin retteten de Jong (5.) und Jungprofi Stephan Hain noch einen mehr als verdienten Zähler für die engagierten Gastgeber (66.). |