Rund läuft's noch nicht wieder - das 1:3 beim Auftaktspiel in Gladbach hatte bei den Bayern-Stars doch einige Spuren hinterlassen. «Wir hatten viel Druck, viel Stress», gestand Franck Ribéry, der nach verbüßter Sperre das Angriffsspiel spürbar belebte. «Wir müssen spielen wie 2011», forderte der Franzose. Für den Anfang stimmte immerhin wieder die Balance zwischen Angriff und Abwehr. «Wichtig für mich war, dass wir zu null spielen», lobte Heynckes. Im Kombinationsspiel knirscht es dagegen noch. «Es ist wichtig für Franck und mich, dass schnell gespielt und schnell verlagert wird. Sonst kommen wir nicht ins Spiel», monierte Robben. Von «Jammern auf hohem Niveau» sprach Jungstar Kroos, der als offensiver Sechser neben Bastian Schweinsteiger agierte: «Wir können definitiv besser spielen - und das werden wir auch wieder tun.» Es brauche einfach ein wenig Zeit, «bis wir wieder richtig im Rhythmus sind», betonte auch Kapitän Philipp Lahm, der im übrigen auf den Tabellenstand verwies: «Wenn man ganz oben steht, braucht man nicht auf andere zu schauen. Man hat alles in der eigenen Hand.» Wohin der Weg der Wolfsburger Auswärtsschlaffis führt, ist ungewiss - das Punktepolster nach unten ist kleiner als der Abstand zu den internationalen Plätzen. Der emsige Einkäufer Felix Magath war «zufrieden und enttäuscht» zugleich mit seiner runderneuerten Truppe. «Wir haben uns beim Tabellenführer gut verkauft. Enttäuscht bin ich, weil wir nicht den Mumm hatten, unsere Möglichkeiten zu nutzen.» Auch der wiedergenesene Torjäger Mario Mandzukic konnte die 14. Niederlage des VfL beim 15. sieglosen Spiel in München nicht verhindern. Über seine Zukunft mochte der angeblich unzufriedene Kroate «nicht reden». Magath will seinen besten Torschützen (8 Treffer) im Winter nicht ziehen lassen, andere Profis schon: «Ich könnte mir vorstellen, dass der eine oder andere Spieler uns noch verlässt.» Bis zum Transferschluss am Dienstag ist noch Zeit.
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