Nach überwundener Formkrise, die ihm im Anschluss an eine lange Verletzungspause über Wochen zu schaffen machte, wirkt Kagawa gereifter. Schon im Trainingslager Anfang Januar in La Manga attestierte ihm Trainer Klopp deutliche Fortschritte. «Ich bin nicht mehr der Shinji von damals und habe intensiv an mir gearbeitet - vor allem im Bereich Torabschluss», kommentierte Kagawa. Nur gut für die Hoffenheimer, dass der BVB nach dem 3:0 die bis dahin hohe Taktzahl drosselte. Das verschaffte den Gästen Zeit zum Luft holen. Sie nutzten die Gelegenheit, um sich halbwegs manierlich aus der Affäre zu ziehen. Der Anschlusstreffer von Fabian Johnson (63.) gab sichtlich Auftrieb. «Auch wenn es lächerlich klingt, aus diesem Tor können wir Mut schöpfen. Schließlich haben wir uns nach dem 0:3 nicht abschlachten lassen», sagte 1899-Torhüter Tom Starke. Doch die Zeiten, in denen das von Unternehmer Dietmar Hopp alimentierte Team mit einem Europapokalplatz kokettieren konnte und die Investitionsbereitschaft des Mäzens grenzenlos schien, scheinen vorerst vorbei. Mit dem Verkauf von Torjäger Vedad Ibisevic an Stuttgart ging weitere Offensivkraft verloren. «Aber aus wirtschaftlichen Gründen mussten wir Ibisevic nicht abgeben», erklärte Manager Ernst Tanner. Auf der Suche nach gleichwertigem Ersatz bleibt bis zum Ende der Transferfrist am Dienstag nicht viel Zeit. Tanner will sich nicht nur Gedanken über eine etwaige Verpflichtung des in Wolfsburg ausgemusterten Srdjan Lakic machen. Der Angreifer steht in Hoffenheim besonders hoch im Kurs, könnte sich aber als zu teuer erweisen. «Wir sichten den Markt intensiv», verriet der Manager.
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