Augsburgs nächster Abstiegskracher
Augsburg (dpa) - 27.01.2012, 14:33 Uhr
Der tschechische Nationalspieler Jan Moravek (l) fehlt dem FC Augsburg noch. Foto: Henning Bagger
Augsburgs Hoffnungsträger Jan Moravek muss sein Debüt erneut verschieben - und das auch noch vor dem Duell gegen jenen Verein, der ihn groß gemacht hat. Nach seiner Oberschenkelzerrung hatte der Fußball-Kreativmann so sehr auf den ersten Einsatz für den Tabellenletzten im Bundesliga-Kellerkracher gegen den 1. FC Kaiserslautern gedrängt. Doch Trainer Jos Luhukay strich den noch immer angeschlagenen tschechische Leih-Zugang von Schalke 04 für die Partie vorab aus dem Kader. «Es macht einfach keinen Sinn, jetzt etwas zu riskieren. Das würde weder Moravek noch der Mannschaft etwas bringen», urteilte der Niederländer am Freitag. Moravek muss also weiter auf das Signal seines neuen Chefs warten - obwohl er dieser Tage versichert hatte, «dass ich spielen kann». Luhukay hielt dem entgegen, dass der im Winter verpflichtete Jungspund «wochenlang nicht zu hundert Prozent» fit gewesen sei, dass er kaum mit seinen neuen Teamkollegen habe trainieren können. Diese Woche beispielsweise nicht einmal. «Es ist verständlich, dass man als Spieler immer spielen will», meinte Luhukay. Und blieb trotzdem hart.
Dabei soll das hoch gepriesene Spielmacher-Talent zum Augsburger Pfund im Abstiegskampf werden, besonders aufs Duell gegen die Pfälzer hatte er hingefiebert. Denn auch dank Moravek schaffte Lautern in der vergangenen Saison überhaupt den Klassenverbleib in der deutschen Beletage: 29-mal lief der Stammspieler in der FCK-Offensive auf, fünfmal traf er. Nun kann er seine alten Kollegen nicht ärgern - die aber hätten sich wohl sowieso nicht aus der Ruhe bringen lassen. «Das Spiel ist für uns wichtig, aber nicht entscheidend», beteuerte er, «es ist eine Momentaufnahme», beteuerte Trainer Marco Kurz. Im Bundesliga-Neuling erkennt er eine «hochdisziplinierte Mannschaft», die mit dem eigenen Publikum im Rücken eine Macht sein könne. Beeindrucken lassen wollen sich die Lauterer davon keinesfalls - allen voran Offensivkraft Olcay Sahan nicht: «Wir sind der FCK, wir halten dagegen. Wenn sie hart spielen, spielen wir halt ein bisschen schneller», sagte Sahan der Zeitung «Die Rheinpfalz». |