Auf den ersten Blick stehen Schalke und Mönchengladbach kniffligere Aufgaben als den beiden Titelkonkurrenten bevor. Beide Teams treten auswärts an. Dem Revierclub bereitet die Personalmisere vor dem Spiel beim 1. FC Köln Kopfzerbrechen. Benedikt Höwedes, Lewis Holtby, Alexander Baumjohann und Peer Kluge müssen passen. Zudem ist der Einsatz von Raúl fraglich, für Rekonvaleszent Jefferson Farfan kommt ein Einsatz zu früh. «Wenn Raúl ausfallen sollte, hätten wir ein noch größeres Problem», klagte Schalke-Trainer Huub Stevens. Dagegen kann die Borussia in Bestbesetzung antreten. Der zuvor gesperrte Dante kehrt in der Partie beim VfB Stuttgart in die Innenverteidigung des Tabellenvierten zurück. Kaum vorstellbar, dass die beste Abwehr der Liga ähnlich viele Treffer kassiert wie beim 0:7 im vorigen Jahr an gleicher Stätte. Aber die Statistik verheißt wenig Gutes: Keines der letzten 13 Spiele beim VfB endete mit einem Sieg. «Wir sind selbstbewusst genug, um auch in Stuttgart etwas zu holen», sagte Trainer Lucien Favre voller Hoffnung auf ein Ende der Serie. Am Tabellenende kommt es, anders als an der Spitze, nicht nur zu Fernduellen um eine bessere Ausgangslage. Die jeweils durch nur einen Zähler voneinander getrennten Mannschaften zwischen Rang 13 und 18 bleiben am 19. Spieltag unter sich. Dabei steht vor allem Schlusslicht Augsburg (15 Punkte) gegen den Drittletzten Kaiserslautern (17) unter Druck. Nicht minder brisant ist die Partie zwischen Mainz (18) und Freiburg (16). Selbst die Teams aus den beiden größten deutschen Städten, Berlin (20) und Hamburg (19), müssen zittern. Nach sieben Spielen ohne Sieg droht Aufsteiger Hertha BSC ein weiteres Abrutschen. Inständig hofft der neue Trainer Michael Skibbe, dessen Einstand beim 0:2 in Nürnberg misslang, auf ein befreiendes Erfolgserlebnis: «Man ist angespannt, aber das darf auch positiv gelenkt werden.»
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