Beide Teams traten stark ersatzgeschwächt an. Leverkusen fehlten fünf, Mainz sogar acht verletzte Spieler, so kam Deniz Yilmaz (21) zu seinem Erstliga-Debüt - laut Mainz-Trainer Thomas Tuchel «das Modell Straßenkämpfer». Zudem feierte Adam Szalai nach einjähriger Verletzungspause wegen eines Kreuzbandrisses mit seiner Einwechslung zur 2. Halbzeit sein Comeback. Von Beginn an erspielten sich die Gastgeber ein Übergewicht. Ballack rutschte der Ball noch über den Fuß, kurze Zeit später traf 05-Abwehrspieler Pospech nach einer Hereingabe von Danny da Costa bedrängt von Ballack ins eigene Netz. Nach Pospechs Pech prüfte Polanski Bayer-Schlussmann Bernd Leno, doch mangelhaftes Mainzer Abwehrverhalten ermöglichte Leverkusen wenig später das 2:0. Manuel Friedrich köpfte unbedrängt ein. Yilmaz hatte kurz vor der Pause die Chance zum Anschlusstreffer. Nach dem Seitenwechsel schockte ein Doppelschlag die Gastgeber. Zuerst rettete Leno gegen Eric Maxim Choupo-Moting glänzend, Polanski staubte ab. Keine drei Minuten später nutzte der völlig frei stehende Caligiuri Bayers Abwehrschwächen. Das 3:2 fiel wie das 2:0 nach einer Ecke per Kopf - Lars Bender ließ Dutt aufatmen. Mainz hatte Chancen zum Ausgleich, doch Leno war auf dem Posten. Gleich zweimal hatte Mainz kurz vor Schluss Pech: Michal Kadlec brachte in seinem 100. Bundesligaspiel Szalai im Strafraum zu Fall, doch der Elfmeterpfiff blieb aus. «Das war ein Foul», beschwerte sich Szalai. Choupo-Moting traf in der Nachspielzeit nur den Außenpfosten.
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