Brenos Trip zum Tätowierer beschäftigt Bayern
München (dpa) - 19.01.2012, 16:07 Uhr
Breno sorgt erneut für negative Schlagzeilen. Foto: Friso Gentsch
Kurz nach seiner Twitter-Meckerei hat Fußballprofi Breno den FC Bayern München erneut wegen einer außersportlichen Aktion beschäftigt. Der Brasilianer hatte einen Münchner Tätowierer aufgesucht , obwohl er sich vergrippt vom Training abgemeldet hatte. Eine «leicht gelbe Karte» gab es für Breno bereits, die nächste Extratour des Brasilianers bleibt zunächst ohne Folgen. «Natürlich ist das sehr unglücklich und es darf normalerweise nicht sein», sagte Trainer Jupp Heynckes in München, aber zeigte sich weiterhin nachsichtig. «Im Moment ist nicht der Zeitpunkt, auf den Jungen einzudreschen. Wir verurteilen das schon vonseiten des Clubs und den Verantwortlichen, das ist doch ganz klar.» Der Münchner Fußball-Rekordmeister steht also weiterhin zu seinem Profi, dessen Unterarm nun ein ellenlanges Glaubensbekenntnis und ein paar liebe Worte für seine Frau zieren soll. Heynckes war die Verwunderung über die Aktion des Innenverteidigers zwar deutlich anzusehen, aber der Coach blieb gewohnt ruhig und bedacht in seinen Äußerungen.
Man müsse sich auf das Spiel am Freitagabend bei Borussia Mönchengladbach fokussieren, betonte Heynckes. Er will mit Breno in der nächsten Woche über den Vorfall reden. «Ich finde wir haben noch genügend Zeit, da drüber noch mit ihm zu sprechen.» Breno mache eine schwierige Phase durch, sagte der Münchner Trainer verständnisvoll. «Ich denke, dass wir alle sehr viel Verständnis haben, viel Geduld - nur er darf es nicht überstrapazieren.» Das Verhalten von Breno, der verdächtigt wird im September seine angemietete Villa in Grünwald in Brand gesetzt zu haben, verwundert aber alle. Und irgendwann werden auch die Club-Verantwortlichen die Geduld verlieren mit ihrem Sorgenkind, dem sie seit der Vorkommnissen von vor vier Monaten stützend zur Seite stehen. Nach einer heftigen Unmutsäußerung im Kurznachrichtendienst Twitter war Breno am Dienstag mit einer deutlichen Rüge davongekommen. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte von einer «leicht Gelben Karte» gesprochen. |