Schon am Samstag gegen den Vorletzten FC Augsburg wird sich zeigen, wie Freiburg mit der neuen Situation klar kommt. Zwar hätte Cissé bei diesem Schlüsselduell wegen seines Afrika-Cup-Einsatzes für den Senegal gefehlt, aber psychologisch könnte der dauerhafte Verlust des Torjägers einen weiteren großen Knacks bei den eh angeknockten Badenern auslösen. Die Vereinsverantwortlichen weisen indes zu Recht darauf hin, dass dieser Mega-Wechsel keine Überraschung war. Cissé hatte schon seit langem angekündigt, dass er zu einem Top-Club im Ausland wolle. «Uns war klar, dass wir einen solchen Ausnahmespieler wie Papiss nicht dauerhaft halten können», sagte Dufner. Streich pflichtete bei: «Es überfällt mich nicht, dass er jetzt nicht mehr für uns spielt.» Der Trainer hatte Cissé «gleich eine SMS geschrieben und ihm gratuliert, weil er es sich verdient hat. Es ist traurig für uns, dass er jetzt für einen anderen Club spielt, aber ich freue mich für ihn.» Welche Dimension der Cissé-Transfer für die stets mit einem bescheidenen Etat wirtschaftenden Freiburger hat, belegt auch die davor größte Transaktion. Im Januar 2002 hatte Borussia Dortmund 3,2 Millionen Euro für Sebastian Kehl bezahlt. Cissé fiebert seinem ersten Einsatz für den Tabellensechsten der Premier League schon jetzt entgegen. «Es ist eine Ehre, für einen so großen Club spielen zu dürfen», sagte der zwölfmalige Nationalspieler dem britischen Sender BBC nach Unterzeichnung des Vertrags über fünfeinhalb Jahre. In Newcastle könnte er das Angriffsduo mit seinem Landsmann Demba Ba bilden, der früher in Hoffenheim spielte. Er wolle für das in ihn investierte Geld einen «guten Gegenwert geben», sagte Cissé «nufc TV». Britische Boulevard-Blätter meldeten, der Stürmer werde bei United 40 000 Pfund wöchentlich, also etwa 48 000 Euro, verdienen. Das entspräche etwa 2,5 Millionen im Jahr. In Freiburg soll er knapp eine Million pro Saison erhalten haben.
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