In Bezug auf die eigenen Titelambitionen stapeln die Bayern-Rivalen nach nur 30 Tagen Pflichtspielpause und kurzer Vorbereitung so tief wie möglich. «Es scheint runder zu laufen als vor der Hinrunde», sagte Klopp im dpa-Interview vor der «ersten Prüfung» am Sonntag beim Hamburger SV. Und Stevens sieht seine Elf längst nicht auf Augenhöhe mit dem Branchenprimus. Wie zwölf seiner Bundesliga-Kollegen glaubt der Niederländer, dass der Rekordmeister seinen 23. Titel holt. «Weil die Bayern den besten Kader haben. Wir selbst sind noch nicht so weit», sagte Stevens. Während ein Drittel der Clubs in der Winterpause keine Transfers tätigte, war einer mal wieder hyperaktiv. Um Anschluss nach oben zu finden, rüstete Trainer-Manager Felix Magath den Tabellen-Zwölften VfL Wolfsburg mit den VW-Millionen kräftig nach. Für bisher acht Neuzugänge (Stand Mittwochmittag) blätterte der Konzern knapp 30 Millionen Euro hin. Selbst Insider haben angesichts des ständigen Kommen und Gehens den Überblick über den Riesenkader verloren. Mit neuen Trainern versuchen es Schlusslicht SC Freiburg, bei dem Christian Streich die Nachfolge von Marcus Sorg antrat, und Hertha BSC. Nach dem Knatsch mit Markus Babbel übernahm Michael Skibbe das Ruder in Berlin. Für die Breisgauer dürfte es ohne den für rund zwölf Millionen Euro an Newcastle United verkauften Toptorjäger Papiss Demba Cissé schwer werden, den Fünf-Punkte-Rückstand auf Platz 15 aufzuholen und dem Abstieg zu entgehen. Das Duell mit dem Vorletzten FC Augsburg am Samstag hat für den SC schon enorme Bedeutung. Mit Handicaps starten fast alle Vereine am 18. Spieltag: Denn fast 60 Profis fehlen zum Wiederbeginn wegen Sperren, Abstellungen für den Afrika-Cup oder Verletzungen.
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