Breno zum Rapport - Wirbel um Twitter-Botschaft
München (dpa) - 16.01.2012, 21:14 Uhr
Bayerns Breno hat sich über seine Situation beklagt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Mit einer angeblichen Unmutsäußerung sorgt Fußball-Profi Breno beim FC Bayern München erneut für Wirbel. Der 22 Jahre alte Abwehrspieler soll sich in einem kurzen Twitter-Beitrag heftig über den Tabellenführer der Bundesliga beklagt haben. «Was für eine Phase ich durchmache. Bayern macht eine Sauerei mit mir», heißt es in der Übersetzung der Kurznachricht aus dem Portugiesischen, die unter dem Account «Breshow02» von Breno Borges verbreitet wurde. Der Rekordmeister reagierte zurückhaltend auf die Äußerung, die angesichts der jüngsten Hilfestellung des Rekordmeisters für den nach wie vor unter dem Verdacht der schweren Brandstiftung stehenden Spielers sehr erstaunlich wäre. Sportdirektor Christian Nerlinger kündigte am Rande des Neujahrsempfangs der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Frankfurt am Main ein Gespräch mit Breno an.
«Solche Äußerungen sollten Spieler natürlich nicht fallen lassen, das ist unglücklich», sagte Nerlinger im Bayerischen Fernsehen. Man müsse sich als Profi bewusst sein, «verantwortungsvoll» mit sozialen Netzwerken und Äußerungen auf modernen Kommunikationsplattformen umzugehen. Er wolle den Vorfall aber erst konkret kommentieren, wenn er mit Breno «persönlich gesprochen» habe. Die Bayern wollten zudem prüfen, ob der betreffende Account tatsächlich Breno gehöre und der Brasilianer für diesen Fall die Nachricht auch selbst verfasst habe, erklärte zuvor Mediendirektor Markus Hörwick. Der Verein hat den nach wie vor unter dem Verdacht der schweren Brandstiftung stehenden Südamerikaner zuletzt bei seinen privaten Problemen erheblich unterstützt. Er sorgte unter anderem dafür, dass Breno aus der Untersuchungshaft entlassen wurde und auch mit ins Winter-Trainingslager nach Katar reisen durfte. |