Wirbel um Breno - Bayern prüft Twitter-Botschaft
München (dpa) - 16.01.2012, 13:21 Uhr
Bayerns Breno hat sich über seine Situation beklagt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Eine angebliche Unmutsäußerung von Fußball-Profi Breno über seine Situation beim FC Bayern München sorgt für Wirbel. Der 22 Jahre alte Abwehrspieler soll sich beim Internetdienst Twitter heftig über den Tabellenführer der Bundesliga beklagt haben. «Was für eine Phase ich durchmache. Bayern macht eine Sauerei mit mir», heißt es in der Übersetzung der Kurznachricht aus dem Portugiesischen, die unter dem Account «Breno Borges@Breshow02» verbreitet wurde. Der deutsche Rekordmeister reagierte sehr zurückhaltend und auch mit einer gewissen Skepsis auf die erstaunliche Twitter-Botschaft. Man wolle zunächst prüfen, ob der betreffende Account tatsächlich Breno gehöre und der Brasilianer für diesen Fall die Nachricht auch selbst verfasst habe, erklärte Mediendirektor Markus Hörwick. Der Verein hat den nach wie vor unter dem Verdacht der schweren Brandstiftung stehenden Südamerikaner schließlich zuletzt bei seinen privaten Problemen erheblich unterstützt. Er sorgte unter anderem dafür, dass Breno aus der Untersuchungshaft entlassen wurde und auch mit ins Winter-Trainingslager nach Katar reisen durfte.
Breno gehörte am Sonntag nicht zum Kader des Herbstmeisters beim letzten Testspiel vor dem Rückrundenstart beim Drittligisten Rot-Weiß Erfurt (4:0). Stattdessen kam er tags zuvor in der zweiten Mannschaft beim 1:1 im Testspiel bei Wacker Burghausen über 90 Minuten zum Einsatz. Das soll ihm angeblich missfallen haben. «Ich möchte nichts Schlechtes über Bayerns B-Mannschaft sagen, aber ich bin auf dem Weg zu einem Freundschaftsspiel mit dem B-Team», zwitscherte Breno. Der Einsatz in der zweiten Mannschaft sei jedoch zwischen Trainer Jupp Heynckes und dem Spieler abgestimmt gewesen, berichtete Hörwick. Der vor vier Jahren für zwölf Millionen Euro verpflichtete Innenverteidiger Breno hat in dieser Saison noch kein Pflichtspiel für den FC Bayern bestritten. Nach einer langwierigen Knieverletzung hat er erst zu Jahresbeginn wieder Anschluss gefunden. Ansprüche kann er darum kaum stellen. Trainer Jupp Heynckes hatte Breno bescheinigt, im Trainingslager «gut gearbeitet» zu haben. «Er ist wieder voll in der Gruppe», sagte Heynckes. |