Martin Kind, Präsident des Fußball-Bundesligisten Hannover 96, hat seinen Stürmer Didier Ya Konan kritisiert.
Der Angreifer von der Elfenbeinküste sei nach seiner Vertragsverlängerung in Hannover vor gut einem Jahr satt geworden, sagte Kind bei einer vom Niedersächsischen Fußballverband organisierten Diskussionsrunde. «Nach der Vertragsverlängerung wurde er bequem. Jetzt hat der Übergewicht und schöne Autos», sagte Kind im niedersächsischen Barsinghausen angesichts des inzwischen deutlich höheren Gehalts von Ya Konan.
Der Stürmer war im Sommer 2009 für 450 000 Euro von Rosenborg Trondheim aus Norwegen nach Hannover gekommen und hatte vor gut einem Jahr seinen Vertrag vorzeitig bis 2014 verlängert. «Und da ist er bequem geworden», monierte Kind. Mit 14 Toren in 28 Spielen hatte Ya Konan in der Vorsaison großen Anteil am Erreichen des vierten Platzes der Hannoveraner. In 15 Spielen in dieser Saison gelang dem 27-Jährigen dagegen erst ein Tor. Zum Rückrundenbeginn fehlt Ya Konan wegen seines Einsatzes für die Elfenbeinküste beim Afrika Cup.
Leichte Kritik äußerte Kind auch an der Zusammenarbeit von Trainer Mirko Slomka und Sportdirektor Jörg Schmadtke. «Wenn sie noch konstruktiver zusammenarbeiten würden, wäre es einfacher», sagte Kind, dessen angekündigter Rückzug aus dem operativen Geschäft bei 96 noch nicht in Sicht ist. «Das dauert noch ein bisschen. Wir haben noch einige Baustellen, die es zu bearbeiten gilt», sagte Kind.