Karriere stagniert: Marin trotzdem im Blickpunkt
Belek (dpa) - 11.01.2012, 17:55 Uhr
Marko Marin macht im Trainingslager von Werder Bremen kein glückliches Gesicht. Foto: Thomas Eisenhuth
Diesmal ist es Inter Mailand. In der Sommerpause waren es noch der FC Liverpool und Tottenham Hotspur. Es gibt nicht viele deutsche Fußballer, die derart häufig mit ausländischen Spitzenclubs in Verbindung gebracht werden, wie Marko Marin. Bei genauem Hinsehen überrascht das jedoch ein wenig, denn die Karriere des Dribbelkünstlers von Werder Bremen stagniert nun schon seit längerer Zeit. Sein vorerst letztes Länderspiel bestritt der 22-Jährige im November 2010 gegen Schweden. Selbst bei Werder droht er seinen Stammplatz an Mehmet Ekici zu verlieren. Und so konnte Marin zu dem angeblichen, von der «Bild»-Zeitung berichteten Mailänder Interesse auch nur sagen: «Ich habe davon gehört. Es ist schön, wenn ein solch großer Verein Interesse hat. Es hat aber keine konkreten Gespräche gegeben», erklärte er dem TV-Sender Sky Sport News im Trainingslager der Bremer in Belek. Auch Werders Geschäftsführer Klaus Allofs meinte am Nachmittag nach dem 2:1-Testspielsieg gegen AZ Alkmaar: «Es wird im Moment viel spekuliert. Ich habe davon nichts gehört.»
Hohe Ziele hat Marin für das neue Jahr auch so genug. Der offensive Mittelfeldspieler hat über Weihnachten Extraschichten eingelegt («Der Plan war sehr anspruchsvoll»), denn er träumt nach wie vor von der EM im Sommer. «Es liegt an mir», sagte er gut gelaunt in einem Pressegespräch im Bremer Mannschaftshotel in Belek. «Wenn ich gut und erfolgreich spiele in der Rückrunde, dann habe ich die Chance, dabei zu sein. Wenn nicht, dann schwindet die natürlich.» «Kurz vor Silvester», verriet er, hätte er zuletzt Kontakt zu Bundestrainer Joachim Löw gehabt. Das macht dem kleinen Techniker Mut. Trotzdem dürfte Löws Kontakt zu Thomas Müller, Mario Götze, André Schürrle oder Marco Reus vergleichsweise intensiver sein als zu ihm. All diese Konkurrenten sind seit 2010 an Marin vorbeigezogen. |