Podolski-Zukunft offen - 1. FC Köln sucht Lösungen
Köln (dpa) - 11.01.2012, 12:43 Uhr
Lukas Podolski ist bei den Fans des 1. FC Köln sehr beliebt. Foto: Rolf Vennenbernd
Der 1. FC Köln muss kurz vor dem Rückrundenauftakt einige brennende Fragen klären. Wer folgt Wolfgang Overath in das Präsidentenamt? Bleibt Lukas Podolski? Wann offenbart der Liebling der FC-Fans seine Entscheidung, ob er dem Bundesligisten auch weiterhin treu bleibt? Ein Verein zwischen Baum und Borke, sportlich und auch strukturell. Overaths einstige Visionen vom internationalen Geschäft lassen sich momentan kaum verwirklichen: Die Profis von Trainer Stale Solbakken sind vor dem Gastspiel in Wolfsburg am 21. Januar auf Tabellenrang zehn zu finden. Zudem wird ein Nachfolger für Overath gesucht, der zusammen mit seinen Vorstandskollegen Friedrich Neukirch und Jürgen Glowacz im vergangenen November im Frust die Brocken hinwarf. Einer wird hoch gehandelt für das Ehrenamt am Geißbockheim: der ehemalige Jack-Wolfskin-Chef Manfred Hell soll laut «Express» Topfavorit auf das Overath-Erbe sein. Ende Februar will sich Hell öffentlich äußern, ob er als neunter Präsident seit Franz Kremer (1948) das Wagnis auf sich nehmen will, den FC zu führen. Der frühere FC-Manager Andreas Rettig (FC Augsburg) sagte, es sei für den Verein «eine glänzende Perspektive», sollte Hell das Amt tatsächlich übernehmen.
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Der neue Mann an der FC-Spitze wird zusammen mit den leitenden Angestellten Claus Horstmann (Vorsitzender der Geschäftsführung), Oliver Leki (Finanzen) und Volker Finke (Sport) zahlreiche Obliegenheiten vorfinden. Finanziell sind die Kölner nicht unbedingt auf Rosen gebettet, es wird eine diffizile Aufgabe, sportlich hochwertige Neuzugänge zu holen. Man müsse Podolski aber «etwas bieten», um den Nationalstürmer zum Bleiben zu bewegen, sagte Solbakken kürzlich. Nur dann sieht der Norweger «eine gute Chance», dass Podolski bleibt. Allerdings gibt es gegenwärtig Unstimmigkeiten zwischen dem Verein und einem seiner wichtigsten Investoren: FC-Gönner und -Verwaltungsrat Franz-Josef Wernze, der Beteiligungen an Transferrechten von Kölner Spielern, unter anderem Podolski, hält. Nach «Express»-Informationen fühlt sich Wernze durch ein von Horstmann und Leki unterzeichnetes Acht-Zeilen-Schreiben nicht fair behandelt. |