Hertha bekam mit Michael Skibbe einen neuen Trainer, einen neuen Konkurrenzkampf um den Stammplatz im Tor gibt es bei der «alten Dame» aber nicht. «Letztendlich habe ich mit meiner Hinrunde bewiesen, dass es da keine Not gibt», bemerkte Kraft dazu. Der Berlin-Neuling überzeugte mit seiner ruhigen Art, leistete sich kaum einen Fehler - und eroberte im Blitztempo die Herzen der Hertha-Fans. Die blau-weißen Anhänger wählten Kraft zum Spieler der Hinrunde. «Mich hat es sehr überrascht. Das ist eine schöne Anerkennung. Eigentlich ist es eher so, dass die Fans die Spieler im Auge haben, die schöne Tore schießen, schöne Aktionen haben - nicht den Torhüter», bemerkte der Ausgezeichnete. Es ist für Kraft eine kleine Ehrung. Dass größere Erfolge bei Hertha im Vergleich zum FC Bayern eine Sensation wären, weiß der junge Torwart genau: «Die Bayern sind mit anderen Mannschaften nicht so richtig zu vergleichen. Die kriegen noch Geld dafür, wenn sie jetzt nach Indien fahren. Andere müssen das bezahlen.» Ehrgeizig aber ist der gebürtige Rheinland-Pfälzer dennoch: «Klar ist, dass Hertha nicht unbedingt diese Mittel hat, Spieler für mehrere Millionen zu holen. Es ist aber auch nicht immer unbedingt nötig, Spieler für 10, 15 Millionen zu kaufen. Wir haben eine sehr gute Basis», betonte Kraft. Und er hat in Berlin noch viel vor.
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