«Viel Neid im Spiel» sieht 1899-Manager Ernst Tanner. «Wir stehen im Wettbewerb und machen das Gleiche wie unsere Mitbewerber. In der ganzen Republik ist das gang und gäbe.» Dem hielt Uwe Harttgen, Leiter des Bremer Nachwuchszentrums, aber entgegen: «Wir halten grundsätzlich 13 Jahre für zu früh, um einen Spieler in unser Internat zu holen», sagte er der «Kreiszeitung Syke» (Dienstag). «Wir wollen so etwas nicht machen», betonte auch Allofs. «Man kann sich in seinem familiären Umfeld sehr gut als Fußballer entwickeln», sagte Hertha-Coach Michael Skibbe zum Wechsel des 13-Jährigen. Mit 16, 17 könne man sicher darüber nachdenken, welches Leistungszentrum besser sei. «Aber normalerweise halte ich es für nicht notwendig. Wenn man beheimatet ist, sollte man auch da bleiben», sagte Skibbe. Hertha hatte Ärger mit Hoffenheim, als 1899 die deutschen U-15-Nationalspieler Rhami-Jasi Ghandour und Erdal Öztürk abwarb. Hertha-Manager Michael Preetz schrieb daraufhin einen Beschwerdebrief an die Deutsche Fußball Liga (DFL) und erteilte dem damaligen Hoffenheimer Chefscout Wolfgang Geiger Hausverbot. Nico Franke soll in Hoffenheim bei einer Gastfamilie wohnen. Der Club übernimmt nach eigenen Angaben die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Zugfahrten nach Hause.
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