Holger Hieronymus, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), sagte der «B.Z.»: Mein Wunsch wäre ein generelles Abwerbe-Verbot für junge Talente. Die Statuten lassen sich aber nicht einfach so von DFL-Seite ändern. Dafür müssen die Vereine mitspielen.» Früher gab es eine Art Ehrenkodex unter den Bundesligisten, keine Jugendspieler abzuwerben. Dieser wurde aber unter anderem deshalb aufgekündigt, da die Clubs befürchteten, die Talente würden dann von ausländischen Vereinen geholt. Internationale Topclubs wie der FC Barcelona, Real Madrid oder der FC Chelsea hatten in der jüngeren Vergangenheit immer wieder mit der Verpflichtung von Talenten im Kindesalter für Schlagzeilen gesorgt. Superstar Lionel Messi war einst im Alter von 13 Jahren aus seiner Heimat Argentinien nach Barcelona gewechselt. Tanner hält die Überlegungen von Hieronymus für «unrealistisch: Man kann weder Eltern noch Jugendlichen die freie Wahl des Vereins verwehren.» Der Spieler selbst sagte: «Alles ist sehr aufregend, aber ich bin glücklich. Ich weiß, dass ich eine große Chance erhalten habe.» Wenn sich der Youngster sportlich nicht durchsetzen kann, so Tanner, «dann können wir zumindest einen ordentlichen jungen Mann aus unserer Ausbildung entlassen.» Der Fußballer werde schulisch und persönlich bestens betreut.
B.Z.-Artikel
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