«Das passt zu dieser Saison», sagte Bader. «Es passiert immer denjenigen, bei denen wir besonders viele Hoffnungen hatten.» Der Schwede Per Nilsson sollte die junge Mannschaft eigentlich führen. Wegen Verletzungsproblemen hat er in dieser Saison aber noch kein einziges Spiel bestritten. Daniel Didavi sollte eigentlich den Verlust von Mehmet Ekici und Ilkay Gündogan auffangen. Aber kaum war die Stuttgarter Leihgabe in Nürnberg angekommen, fiel Didavi für drei Monate aus. Auch Gonzalez war als Nachfolger für Philipp Wollscheid vorgesehen. Der 22-Jährige ist das nächste Riesentalent, das den Club im Sommer verlassen wird (nach Leverkusen). In Belek kann Bader schon jetzt Ekici (Werder Bremen) oder Julian Schieber (VfB Stuttgart) dabei zusehen, wie sie jetzt bei ihren neuen Vereinen trainieren. Die Nürnberger Rückschläge aber sind nicht nur personeller Natur. Im Dezember ging das Pokalderby gegen den Erzrivalen SpVgg Greuther Fürth verloren (0:1). Das erste Testspiel des neuen Jahres endete am Samstag mit einer Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach (2:3) und einer völlig unberechtigten Roten Karte für Dominic Maroh. Viele Mannschaften kommen irgendwann an einen Punkt, an dem sie solche Tiefschlägen nicht mehr wegstecken können. Beim «Club» bewahren noch alle die Ruhe. «Ich glaube nicht, dass sich das in den Köpfen festsetzt», sagte Bader. «Diese Saison ist sehr knochig, aber da müssen wir durch.» Auch Trainer Dieter Hecking gab sich im «Bild»- Interview kämpferisch: «Wir wussten vor der Saison, dass es nur gegen den Abstieg geht. Das ist immer noch so. Doch ich habe vor der Saison gesagt, dass wir drin bleiben - und auch das ist immer noch so.»
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