Borussia Mönchengladbach will sich vom Wechsel des Jung-Nationalspielers Marco Reus «nicht umwerfen» lassen, sondern einen Großteil der 17,1 Millionen Euro Ablöse wieder in die Mannschaft investieren.
«Da werden wir eben, zugegeben mit viel Geld, im Sommer versuchen, Marco Reus zu ersetzen», kündigte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl kurz vor der Abreise der Borussia ins Trainingslager an der Türkischen Riviera an. «So viel Geld hat Borussia noch nie bekommen. Das versuchen wir, sinnvoll einzusetzen», betonte Eberl im vereinseigenen «Fohlen-TV».
Der 22 Jahre alte Reus wird nach Saisonende zum Bundesliga-Kontrahenten Borussia Dortmund wechseln. «Das ist im Profifußball so, dass die Großen die Kleinen fresssen. Da brauchen wir nicht den Anschein erwecken, dass wir die Regeln neu erfinden», kommentierte Eberl nochmals die Entscheidung von Reus, der von einer Ausstiegsklausel in seinem Vertrag Gebrauch macht.
Mit einem «fast unmoralischen» Angebot habe die Borussia Reus nochmals umstimmen wollen, verriet der Sportdirektor. Jetzt werde man versuchen, «mit viel Geld den Kader weiter zu unterfüttern, zu stabilisieren und nachhaltig in Regionen zu spielen, die wir uns vorstellen.» Die Hinrunde hatte Borussia überraschend als Tabellenvierter beendet.