Vor der Partie bei 1899 Hoffenheim (1:1) hatte Manager Preetz noch gesagt, erst in der Winterpause eine Entscheidung um die Zukunft von Babbel bekanntzugeben. Dem kam der Trainer zuvor. Babbel bezeichnete sein Verhalten als loyal. «Ich habe mich immer daran gehalten, was mir vorgegeben wurde. Es geht darum, dass ich rechtzeitig Bescheid gegeben habe, und das war Anfang November in der Länderspielpause.» Dass die Gerüchteküche in Berlin überkochte, fand er schade. «Das hat so eine Dynamik bekommen, dass es unglaublich schwer geworden ist für die Truppe und für mich», sagte Babbel, der Fehler bei der Handhabe mit der Causa einräumte. «Wir haben das leider nicht so gut hinbekommen. Das war unnötig.» Die «Bild» hatte von einem Treffen Preetz' mit Skibbe vor einigen Tagen berichtet. Auf eine entsprechende Nachfrage gab der Manager keine Antwort. Zudem wehrte er sich gegen den Vorwurf, sich vor einer Entscheidung zu drücken. «Es ist nicht so, dass wir rumeiern oder dem Trainer die Rückendeckung versagen.» Eigentlich wollte Preetz erst nach dem DFB-Pokal-Spiel am Mittwoch gegen den 1. FC Kaiserslautern Neuigkeiten vermelden. «Wir haben eine Zeitachse vereinbart und die ist nach wie vor gültig», sagte Preetz. Zuletzt hatte der Verein entschieden, bis zum Rückrundenstart am 21. Januar beim 1. FC Nürnberg die Trainerfrage geklärt zu haben. Skibbe, der derzeit den türkischen Erstligisten Eskisehirspor trainiert und am Samstag zu einem Liga-Spiel antreten musste, war bislang nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Babbel war nach dem Abstieg der Berliner 2010 zu Hertha gekommen. Durch den souveränen Wiederaufstieg hatte sich sein Vertrag automatisch bis 2012 verlängert. Diesen will er erfüllen. Ob er das kann, steht nun nicht mehr in seiner Macht.
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