Die wenigen gelungenen Offensivaktionen der zunehmend genervten Bayern liefen über Ribéry, der sich jedoch oft in Zweikämpfen mit mehreren Gegenspielern aufrieb. Zwölf Minuten vor der Pause war die Partie für den bis dahin besten Münchner vorzeitig beendet. Nach einem Wortgefecht mit Kölns Henrique Sereno zeigte Schiedsrichter Guido Winkmann dem Bayern-Spieler und dem Portugiesen im FC-Trikot die Gelbe Karte. Weil Ribéry auch danach noch keine Ruhe gab und seinem Widersacher an den Hals fasste, musste er mit Gelb-Rot runter. Wegen der Kölner Mauertaktik fiel auch das mit Spannung erwartete Torjägerduell zwischen Mario Gomez und Lukas Podolski 45 Minuten lang praktisch aus. Der Bayern-Angreifer vergab in der 14. Minute nach Ribéry-Flanke eine Kopfballchance. Auf der Gegenseite konnte Podolski, mit 14 Treffern bester FC-Schütze, seine Offensivqualitäten gar nicht zeigen, da die Kölner kaum Entlastungsangriffe starteten. Dann schlug Gomez in einem schwachen Bundesliga-Spiel doch noch zu - Kölns Kapitän Pedro Geromel leitete mit einem kapitalen Fehlpass im Mittelfeld den 16. Saisontreffer ein. Anatoli Timoschtschuk schnappte sich den Ball und leitete weiter auf Thomas Müller, der in der Mitte den besser postierten Gomez sah. Der Nationalstürmer traf zum 1:0 ins leere Tor. Von dem sonstigen Antreiber Arjen Robben war dagegen auch im zweiten Durchgang nur wenig zu sehen. Dafür kam mit der Einwechslung von David Alaba noch einmal Schwung in die Münchner Offensive. Als der Ball nach einer Ecke des starken Kroos im Strafraum der Gäste an Freund und Feind vorbeiflog, stand der Österreicher am langen Pfosten genau richtig und drückte ihn zum vorentscheidenden 2:0 über die Linie. Kroos setzte schließlich den Schlusspunkt.
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