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Magaths Wolfsburger gehen unter: 1:4 in Bremen

Bremen (dpa) - 10.12.2011, 19:02 Uhr

Die Bremer feierten gegen Wolfsburg einen 4:1-Heimsieg. Foto: Carmen Jaspersen
Die Bremer feierten gegen Wolfsburg einen 4:1-Heimsieg. Foto: Carmen Jaspersen

Der VfL Wolfsburg rutscht in der Fußball-Bundesliga immer tiefer in die Krise und muss sich auf eine weitere Saison im Abstiegskampf einstellen. Werder Bremen schoss den bemitleidenswerten Meister von 2009 mit 4:1 (2:0) aus dem Weserstadion.

Vor 39 124 Zuschauern erzielten Sokratis (18. Minute), Claudio Pizarro (45.), Markus Rosenberg (55.) und der eingewechselte Marco Arnautovic (71.) die Tore für Werder. Marcel Schäfers Anschlusstor (86.) für Wolfsburg kam viel zu spät.

Angesichts des Spielverlaufes fiel das VfL-Debakel sogar noch glimpflich aus. «Es hätte sicherlich noch ein ganz, ganz anderes Ergebnis herausgespielt werden können», erkannte Werder-Coach Thomas Schaaf angesichts vieler hochkarätiger Chancen. Unter anderem scheiterten Florian Trinks (39.) und Arnautovic (82.) völlig frei vor dem leeren Tor. «Wenn man die Chance hat, 5:0 oder 6:0 zu gewinnen, sollte man das auch tun», nörgelte Werder-Chef Klaus Allofs.

Ansonsten zeigten sich die ersatzgeschwächten Bremer aber bestens erholt vom 1:4 vor einer Woche in München und halten dank des ersten Heimsieges gegen Wolfsburg seit drei Jahren Kontakt zu den Champions-League-Rängen. Nach dem 16. Spieltag ist Werder bis auf einen Punkt an Platz vier herangerückt.

Die Wolfsburger, die auch im dritten Spiel hintereinander sieglos blieben, rutschten auf Platz 14 ab. Erneut demonstrierte der VfL, warum das Team von Trainer Felix Magath das bislang schwächste Auswärtsteam der Liga ist. «Ich bin froh, dass die Auswärtsspiele in diesem Jahr vorbei sind», stöhnte Magath.


Trotz der Ausfälle von Marko Marin (Beckenprobleme), Mehmet Ekici (Bauchmuskelzerrung) und Aaron Hunt (Rotsperre) machte Werder von Beginn an Druck und bestimmte das Spiel. Erst eine Standardsituation brachte Bremen allerdings in die Erfolgsspur. Nach einem Freistoß konnte VfL-Keeper Diego Benaglio einen Pizarro-Kopfball noch parieren. Gegen den Nachschuss von Sokratis, der sein erstes Bundesligator für Bremen schoss, war der Schweizer aber machtlos. Wegen seiner fünften Gelben Karte ist Sokratis aber zum Hinrundenfinale in einer Woche auf Schalke gesperrt.

Bis auf wenige zaghafte Angriffe der Wolfsburger spielte fortan nur noch Werder. Das zwölfte Saisontor Pizarros kurz vor der Pause fiel unter gütiger Mithilfe der VfL-Abwehr. Nationalspieler Christian Träsch und Alexander Madlung zeigten dabei keine Gegenwehr. So konnte sich Pizarro nach einem Einwurf an der Grundlinie entlang durchtanken und zum 2:0 vollenden. In der zweiten Halbzeit fiel der VfL dann endgültig in sich zusammen.

Dabei hatte Magath zur Halbzeit gegen seinen Ex-Verein noch einmal alles versucht und mit den Einwechslungen des 20 Jahre alten Sebastian Polter sowie des Kapitäns des VfL-Regionalligateams, Sebastian Schindzielorz, ein Zeichen gesetzt. Vergeblich: Auch das Kurz-Trainingslager, das Magath vor dem Spiel in Barsinghausen abgehalten hatte, blieb ohne Wirkung.

Zehn Minuten nach dem Wechsel erhöhte Rosenberg auf 3:0. Kurz darauf vergab Kapitän Clemens Fritz gar das 4:0. Dies besorgte 20 Minuten vor dem Ende der eingewechselte Arnautovic, der allerdings völlig frei vor dem leeren Tor acht Minuten vor dem Ende noch das 5:0 vergab. Zu dem Zeitpunkt hatte die VfL-Defensive die Arbeit längst eingestellt.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 49 - 51

Torschüsse: 20 - 17

gew. Zweikämpfe in %: 52,7 - 47,3

Fouls: 17 - 19

Ecken: 2 - 7

Quelle: optasports.com

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