Ballack auf Abschiedstour, Adlers Zukunft ungewiss
Genk (dpa) - 06.12.2011, 12:07 Uhr
Michael Ballack (r) gibt Torhüter Rene Adler einen aufmunternden Klaps auf den Hinterkopf. Foto: Roland Weihrauch
Das Achtelfinale in der Champions League bereits erreicht, in der Liga in Lauerstellung: Michael Ballack darf 2012 auf einen versöhnlichen Abschied bei Bayer Leverkusen hoffen. Ganz anders ist die Situation für Rene Adler. Der Torhüter wird den Club am Ende der Saison wohl ebenfalls verlassen. Während Ballack nach seinen Verletzungen zu guter Form gefunden hat, ist Adlers Weg zurück ins Team ungewiss. Zum einen ist der gebürtige Leipziger, der wegen eines Rippenbruchs schon die WM 2010 absagen musste, nach einer Knieoperation im vergangenen Sommer immer noch nicht fit. Ein Wiedereinstieg ins Mannschaftstraining hat sich verzögert. Derzeit ist auch noch nicht absehbar, wann der Keeper wieder voll belastbar sein wird. «Aus heutiger Sicht ist es so, dass er zum Rückrundenstart noch nicht zur Verfügung steht», sagte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser. Zum anderen hat Leverkusen den jungen Bernd Leno für viel Geld verpflichtet und den ehemaligen Stuttgarter mit einem langfristigen Vertrag bis 2017 ausgestattet. Adlers Kontrakt läuft am 30. Juni 2012 aus. «Grundsätzlich ist es für ihn sehr unglücklich gelaufen, gerade auch mit der Verletzung vor der WM. Er hätte ja gespielt in Südafrika», sagte Leverkusens Sportchef Rudi Völler.
«Rene hat hier tolle Jahre gehabt. Aber es gibt sicherlich unangenehmere Situationen für einen Torwart, wenn man im Sommer ablösefrei ist. Es wird sicherlich viele Vereine geben, die ihn haben wollen», meinte Völler. Einen weiteren Verbleib in Leverkusen bezeichnete der Bayer-Sportchef als «eher unwahrscheinlich». Auch Joachim Löw schätzt den Bayer-Schlussmann nach wie vor. «Rene Adler war für uns in Gedanken der Torwart, der die Nummer 1 werden kann. Ich hoffe, dass er gesund wird und dass er bald eine Lösung findet», sagte der Bundestrainer im ZDF-«Sportstudio» am Samstag. «Er gehört zu den besten Torhütern, die wir haben», meinte er. |