Lob verdiente sich beim nur phasenweise überzeugenden VfB immerhin ein Mann uneingeschränkt, der die Wochen zuvor meist Zielscheibe harscher Kritik war. «Christian hat sich das redlich verdient», sagte Labbadia. «Er hat trotz Rückschlägen nie aufgegeben.» Der Ex-Nationalspieler rechtfertigte seine überraschende Nominierung in der Startformation voll und ganz. Nicht nur wegen seines «ersten Doppelpacks seit der Jugend» (29. und 36. Minute) war Gentner auffälligster VfB-Akteur. Auf seiner Lieblingsposition als zweiter «Sechser» mit vielen Freiheiten nach vorn konnte das Stuttgarter Eigengewächs auch erstmals seit langem wieder seine Qualitäten zeigen. «Er hat das super interpretiert und fast immer die richtige Lösung gehabt», bemerkte Bobic. Kölns «Trumpfkarte», so Solbakken, war Podolski. Erst brachte er den FC mit einem souverän verwandelten Foulelfmeter in Führung (15.), dann sicherte er mit einem raffinierten Beinschuss das Remis (88.). Als Retter wollte sich «Prinz Poldi» dennoch nicht feiern lassen. «Das ist doch ganz normal», relativierte er. Und Solbakken stellte nüchtern fest: «Lukas hat seine Arbeit gemacht.» Dass Podolski mit seinen Saisontreffern zehn und elf nicht nur die nächste Auswärtspleite des FC verhinderte, sondern auch das Interesse anderer Clubs weiter angeheizt hat, dürfte für ihn ein angenehmer Nebeneffekt sein. «Anfragen gibt es», bestätigte der Torjäger im «Aktuellen Sportstudio» des «ZDF». Arsenal, Moskau und Istanbul buhlen um Podolski. «Der FC bleibt mein erster Ansprechpartner versicherte der. «Aber ich lasse mich nicht unter Druck setzen.»
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