Freiburg trat ebenfalls mit einer veränderten Grundordnung an (4-1-4-1), fand aber nur schwer ins Spiel. Im Aufbau reihte sich Fehler an Fehler, Konter wurden meist schluderig oder viel zu langsam ausgespielt. Druck baute der Tabellenvorletzte nur zur Hälfte des ersten Durchgangs auf, als Heiko Butscher die erste Freiburger Möglichkeit besaß (27.). Cissé, über dessen Wechsel in der Winterpause seit dieser Woche wieder munter spekuliert wird, hatte zudem in Emanuel Pogatetz einen starken Gegenspieler. Auf dieser Basis wurde Hannover auf einmal gefährlich. Schlaudraff traf in der 43. Minute nur den Pfosten. Der nächste Angriff über Abdellaoue und den Pechvogel Bastians saß. Auch die zweite Halbzeit begann mit einer 96-Chance: Freiburgs Torwart Oliver Baumann lenkte einen Schuss von Konstantin Rausch nur mit Mühe über das Tor (47.). Rausch war für Manuel Schmiedebach eingewechselt worden (29.), der sich in einem Zweikampf mit Stefan Reisinger verletzt hatte. Freiburg biss sich danach zurück in die Partie. Das Angriffsspiel der Gastgeber sah weiterhin ziemlich unstrukturiert aus, hatte aber immerhin viel Schwung und Leidenschaft. In der 65. Minute vergaben Anton Putsila (Fernschuss) und Cissé (Kopfball) zunächst noch zwei gute Möglichkeiten. Nur zwei Minuten später köpfte der Senegalese aber nach einer Flanke von Johannes Flum sein neuntes Saisontor. Am Ende hätte der Sport-Club sogar noch gewinnen können, aber Cissé scheiterte mit dem nächsten Kopfball an Torwart Ron-Robert Zieler (83.). Hannover tat nach dem Gegentor fast gar nichts mehr für die Offensive. Das Europacup-Spiel in Lüttich hat viel Kraft gekostet, der jüngste Abwärtstrend einiges an Selbstvertrauen.
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