Kampf um die Spitze - Bayern unter Zugzwang
Düsseldorf (dpa) - 02.12.2011, 17:54 Uhr
Die Bayern Holger Badstuber (l) und Mario Gomez wollen ihren Frust rauslassen. Foto: Cesare Abbate
Vier Mannschaften, zwei Spiele, ein Ziel - die Herbstmeisterschaft: Bereits zum zweiten Mal innerhalb von 14 Tagen treten die Top Vier der Fußball-Bundesliga gegeneinander an. Spitzenreiter Borussia Dortmund (29) muss zur punktgleichen Borussia aus Mönchengladbach, und der Dritte FC Bayern München (28 Punkte) empfängt Werder Bremen (26). Nach zwei Niederlagen stehen die Münchner am meisten unter Druck. «Unser Frust muss am Samstag entladen werden - am besten mit einem Sieg», beschrieb Verteidiger Holger Badstuber die Gemütslage beim Rekordmeister. Franz Beckenbauer forderte nach den Pleiten gegen Dortmund (0:1) und Mainz (2:3), dass sich die Bayern-Profis «am Riemen reißen» sollen. Badstuber kündigte für den Nord-Süd-Schlager Tugenden wie «Beißen und Kratzen» an. Jedoch verlor Bayern gegen kein anderes Team häufiger, als gegen Werder (26 Niederlagen). Und Werder-Chef Klaus Allofs stellte nach den jüngsten Erfolge genüsslich fest: «Wir sind längst nicht mit den Bayern auf Augenhöhe. Aber wird sind dran.»
Auf dem erhofften Weg zurück an die Spitze bangt FC-Trainer Jupp Heynckes um Mittelfeldantreiber Toni Kroos (Grippe). Dafür ist Mario Gomez, mit 13 Toren erfolgreichster Schütze der Liga, trotz eines Blutergusses am rechten Schienbein bereit für das Stürmer-Duell mit Claudio Pizarro (11 Tore). Der Peruaner fehlte Bremen beim 2:0-Sieg gegen Stuttgart wegen einer Knieverletzung. Für Samstag hofft Trainer Thomas Schaaf auf seine Rückkehr. «Es sieht gut aus», sagte er. Doch das Top-Spiel am 15. Spieltag bestreiten diesmal andere: Mönchengladbach empfängt den derzeitigen Ligaprimus Dortmund. Noch nie standen sich die beiden Clubs in dieser Tabellenkonstellation gegenüber. «Der Zweite trifft auf den Ersten, das Überraschungsteam fordert den amtierenden Meister heraus - ich bin sehr gespannt», sagte Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl. Sehr selbstbewusst geben sich die seit acht Spielen unbesiegten Gäste. |