Mit ihrer besten Saisonleistung machten die Rheinhessen Boden gut im Abstiegskampf und sorgten für Ernüchterung bei den Bayern. Jupp Heynckes, mit 66 Jahren der älteste Übungsleiter in der Liga, war nicht nur wegen seiner Erkältung verschnupft. Immer wieder schüttelte er, eingepackt in eine dicke Jacke, auf der Bank den Kopf. Heynckes gönnte Arjen Robben nach dem Comeback bei der Heim-Niederlage gegen Dortmund am Samstag vor einer Woche und vier Tage später beim Champions-League-Sieg gegen Villareal eine Pause. Dafür wirbelte Thomas Müller wieder auf der rechten Seite. Der Nationalspieler wurde aber genauso von den Mainzern in Schach gehalten wie der Franzose Franck Ribéry auf der anderen Außenbahn. Robben kam gar nicht mehr. 23 Tage nach dem 3:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart waren die Mainzer heiß. Schon nach zehn Minuten tauchte Ivanschitz, mustergültig freigespielt von Nicolai Müller, frei vor Neuer auf und erzielte die Führung. Bei den Bayern fehlte der verletzte Bastian Schweinsteiger im Mittelfeld einmal mehr an allen Ecken und Enden. Eigentlich kamen die Gäste erst nach Standardsituationen zu Torchancen, doch der Mainzer Keeper Wetklo war vor der Pause einmal gegen Ribéry zur Stelle und lenkte einen raffiniert angeschnittenen Badstuber-Freistoß an die Latte. Kurz nach der Pause kam mit Olic für Gustavo ein weiterer Stürmer, doch der Ausgleich fiel nach einer Standardsituation. Erneut zirkelte Kroos einen Freistoß in den Strafraum. Van Buyten stand goldrichtig, stürmte heran und köpfte das Leder ins Netz. Beim 2:1 tanzte Caligiuri dann die Bayern-Abwehr aus und traf aus bald 30 Metern. Neuer tauchte erst spät ins Eck. Sein drittes Gegentor kassierte er, als Bungert per Kopf am Fünfmeterraum traf. Danach war es erneut eine Standardsituation, als van Buyten nach einem Kroos-Freistoß traf. Spieldaten: Ballbesitz in %: 31,5 - 68,5 Torschüsse: 17 - 13 gew. Zweikämpfe in %: 50,3 - 49,7 Fouls: 18 - 20 Ecken: 3 - 2 Quelle: optasports.com
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