Nach der äußerst schwachen Vorstellung bei der Derby-Niederlage in Wolfsburg zeigten die Hannoveraner keine Leistungssteigerung. Die Gastgeber agierten zu ungenau. Die zu Beginn der Saison gezeigte Leichtigkeit fehlte erneut. Nach zwei Partien spielte 96 zwar wieder mit Manuel Schmiedebach und dem zuletzt verletzten Sergio Pinto als Doppel-Sechs, doch den in den bisherigen Heimspielen gezeigten Druck konnte das Team nicht entwickeln. Die Mitspieler vor ihnen waren zu schwach und zu wenig durchsetzungsfähig. Die Hannoveraner, die auf die gesperrten Didier Ya Konan und Lars Stindl verzichten mussten, spielten zu viele Fehlpässe. Moritz Stoppelkamp, der sein zweites Saisonspiel von Beginn an absolvierte, wirkte im rechten Mittelfeld ähnlich uneffektiv wie auf der anderen Seite Christian Pander. Die Hamburger waren wesentlich agiler. Angetrieben von dem quirligen Gökhan Töre brachten sie die Gastgeber immer wieder in Verlegenheit. Aus dem defensiven Mittelfeld rückte Gojko Kacar immer wieder nach vorne und sorgte für Unruhe. Dem Hamburger Sturm fehlte ohne Goalgetter Mladen Petric allerdings die Durchschlagskraft. Guerrero und der zumindest bei Dribblings überzeugende Heung-Min Son strahlten wenig Torgefahr aus, so dass Torwart Ron-Robert Zieler seltener ernsthaft eingreifen musste als sein Kollege Drobny.
 |