Dembele rettet Freiburger 1:1 in der Schlussminute
Sinsheim (dpa) - 26.11.2011, 18:38 Uhr
Der Freiburger Papiss Demba Cisse (vorne) schirmt gegen den Hoffenheimer Daniel Williams den Ball ab. Foto: Uwe Anspach
Joker Garra Dembele hat dem SC Freiburg in letzter Minute ein Remis im Baden-Derby der Fußball-Bundesliga gerettet. Vier Minuten nach seiner Einwechslung traf der Profi aus Mali zum 1:1 (0:1) bei 1899 Hoffenheim. Der Brasilianer Roberto Firmino hatte die Gastgeber mit seinem fünften Saisontreffer in der 24. Minute in Führung gebracht. Vor 28 250 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena sorgte die Mannschaft von Holger Stanislawski, die zuletzt vier Auswärtsniederlagen kassierte, für die nächste Enttäuschung. «Wir hatten drei, vier Riesen-Konterchancen und machen das Tor nicht, da wirst du bestraft», sagte der 1899-Coach. Die Freiburger freuten sich über einen verdienten Punkt im Abstiegskampf und blieben zum ersten Mal in dieser Saison drei Spiele hintereinander ungeschlagen. «Die Moral und die Geschlossenheit, die die Mannschaft hat, wird dafür sorgen, dass wir am Ende über dem Strich bleiben», meinte SC-Trainer Marcus Sorg. Seine Mannschaft hängt aber weiter auf dem vorletzten Platz fest. Torjäger Papiss Cissé hatte in einer mittelmäßigen Partie schon vor Dembeles 1:1 in der 90. Minute zwei dicke Chancen zum Ausgleich.
Nach der 0:2-Niederlage in Hamburg hatte Stanislawski das Team des Tabellenneunten auf gleich fünf Positionen verändert, so musste unter anderem Angreifer Vedad Ibisevic auf die Bank. Eine neue Chance bekamen Peniel Mlapa, der Torjäger der deutschen U 21-Nationalmannschaft, und Chinedu Obasi, der zuletzt nicht mal im Kader war. Auf den Außenverteidigerposten ersetzten Fabian Johnson und Marvin Compper den gesperrten Kapitän Andreas Beck und den verletzten Edson Braafheid. Die Freiburger gerieten ohne Oliver Barth, Mensur Mujdza und Jan Rosenthal vom Anpfiff an unter Druck und wirkten ziemlich eingeschüchtert. Standardspezialist Sejad Salihovic zwang mit einem scharf geschossenen Eckball Torhüter Oliver Baumann zu einer ersten Parade (11.). Als die SC-Abwehr zu weit aufgerückt war, hatte der Brasilianer Firmino freie Bahn zum Führungstreffer. |