Frankfurt/Main (dpa) - 20.11.2011, 14:38 Uhr
Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer war einer der Hauptakteure im Fußball-Wettskandal von 2005. Foto: Michael Hanschke
Das Schiedsrichter-Wesen in Deutschland kommt nicht nur Ruhe. Immer wieder haben Spitzenreferees in den vergangenen Jahren für Schlagzeilen gesorgt:
Der Fall Robert Hoyzer: Der Berliner Bundesliga-Referee war einer der Hauptakteure im Fußball-Wettskandal von 2005. Hoyzer wurde vorgeworfen, den Ausgang von Spielen im DFB-Pokal, in der 2. Bundesliga und Regionalliga beeinflusst und dafür Geld aus Wettkreisen kassiert zu haben. Das Landgericht Berlin verurteilte ihn wegen Beihilfe zum Betrug zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten. Im Juli 2008 wurde Hoyzer vorzeitig aus der Haft entlassen. Als Unparteiischer ist der 32-Jährige vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) lebenslang gesperrt, er darf jedoch wieder selbst spielen.
Der Fall Manfred Amerell/Michael Kempter: Der Ex-FIFA-Schiedsrichter Kempter warf seinem einstigen Förderer Amerell sexuelle Belästigung vor. Der frühere Schiedsrichter-Sprecher des DFB bestreitet dies. Intime Details gingen wochenlang durch die Medien, der juristische Streit dauert bis heute an. Am 7. Dezember steht am Oberlandesgericht Stuttgart die Berufungsverhandlung an. Amerell wollte von Kempter Schadensersatz, das Landgericht Hechingen lehnte dies ab. Der Ex-Funktionär stritt sich vor Gericht auch mit DFB-Präsident Theo Zwanziger, der Dauerclinch belastet den Verband bis heute.