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Rafati Selbstmordversuch: Ursache Kritik und Leistungsdruck noch nicht bestätigt

20.11.2011, 08:56 Uhr

Der Selbstmordversuch von Babak Rafati überschattet den 13. Bundesligaspieltag. Über die Ursache und die Beweggründe wird derzeit spekuliert. Als eine Möglichkeit werden in den Medien der stetige Leistungsdruck und die andauernde Kritik an Rafatis Schiedsrichterleistungen genannt.

Ob die Kritik an Rafati in der Tat das Motiv zum Suizidversuch war, ist momentan noch rein spekulativ. Bei den wiederkehrenden Wahlen zum besten und schlechtesten Schiedsrichter der Bundesliga kam Rafati nicht gut weg. Das Fachblatt Kicker führt dazu regelmäßig Umfragen bei den Bundesligaspielern durch und veröffentlicht die Rangliste der Schiedsrichter. In den letzten 4 Jahren wurde dabei Babak Rafati dreimal zum schlechtesten Referee gewählt, einmal war er zweitschlechtester Schiedsrichter. Zudem wurde er immer wieder in der Öffentlichkeit von Fans und Medien kritisiert. Im September wurde außerdem bekannt das Rafati Anfang 2012 von der Liste der deutschen Fifa-Schiedsrichter gestrichen wird. Privat schien hingegen bei Rafati alles im Lot zu sein. Angeblich soll es bereits Hochzeitspläne mit seiner Lebensgefährtin gegeben haben.

Aufschluss über die wirklichen Beweggründe wird vermutlich der gefundene Abschiedsbrief geben können, ehe sich Rafati möglicherweise selbst dazu äußern wird. Erfreulicherweise konnte der Gesundheitszustand von Rafati gestern bereits als stabil bezeichnet werden, so dass er den Selbstmordversuch auf jeden Fall überleben wird.

Rafati sollte gestern die Bundesligabegegnung zwischen Köln und Mainz leiten. Als er zum vereinbarten Besprechungstermin mit seinen Assistenten um 13:30 Uhr nicht erschienen und telefonisch nicht erreichbar war, machten sich seine Kollegen auf den Weg in sein Hotelzimmer im Kölner Hotel Hyatt. Da Rafati auf das Klopfen an seiner Zimmertür nicht reagierte, brach ein Hotel-Mitarbeiter des Hyatt die Zimmer-Tür auf. Schiedsrichter Rafati fand man mit aufgeschnittenen Pulsadern in der Badewanne vor. Daraufhin wurde der Rettungsdienst verständigt und Babak Rafati in ein Kölner Krankenhaus gebracht.

Das Bundesligaspiel Köln gegen Mainz wurde kurze Zeit später abgesagt, da auf die Schnelle kein Ersatzgespann für die Spielleitung gefunden werden konnte. Eine Erklärung von Theo Zwanziger und zahlreiche Reaktionen zu Babak Rafatis Selbstmordversuch folgten gestern im Laufe des Tages.







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