Abgesehen von den Image schädigenden Schreihälsen steht der FC Bayern in harmonischer Eintracht da. Hoeneß lobte ausdrücklich die Transferpolitik, an der auch Sportdirektor Christian Nerlinger tatkräftig beteiligt war. «Hut ab! Alle Schwachstellen in dieser Mannschaft sind ausgemerzt», lobte der Präsident. Nerlingers Vertrag wurde vorzeitig bis 2014 verlängert. Den 38-Jährigen macht der neue Kontrakt «sehr stolz», er bewertet ihn als Bestätigung. Bei Trainer Heynckes (66) müssen sich die Fans noch gedulden. «Jupp will im Moment keinen Vertrag verlängern. Nicht, weil er 2013 aufhören will, sondern weil er erst einmal die Ziele in dieser Saison einfahren will», berichtete Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Geld für teure Transfers und Spitzengehälter hat der Krösus der Bundesliga weiterhin genug. Der Bayern-Konzern erzielte inklusive Allianz Arena im Geschäftsjahr 2010/11 mit 328,5 Millionen Euro den zweitbesten Umsatz seiner Geschichte. 1,3 Millionen Euro blieben in der titellosen Saison unter dem Strich als Gewinn. Bedeutsamer sind das Eigenkapital (268,3 Millionen Euro) sowie das Bank- und Kassenguthaben, das zum 30. Juni bemerkenswerte 129,1 Millionen Euro betrug. «Die finanzielle Seite des Clubs ist mustergültig», sagte Rummenigge. Es gibt auch Gegenentwürfe zum FC Bayern in Europa: Manchester City, Gruppengegner des deutschen Rekordmeisters in der Champions League, meldete zeitgleich für die vergangene Saison einen Rekordverlust von 194,9 Millionen Pfund - umgerechnet knapp 228 Millionen Euro.
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