Knifflige Aufgaben: BVB vor Woche der Wahrheit
Dortmund (dpa) - 17.11.2011, 16:08 Uhr
Kapitän Sebastian Kehl will mit dem BVB in den nächsten Spielen «für Furore sorgen». Foto: Bernd Thissen
Drei Spiele, drei Kraftproben - Borussia Dortmund steht eine wegweisende Woche bevor. In den Partien gegen den FC Bayern, den FC Arsenal und Schalke 04 binnen acht Tagen will der deutsche Fußballmeister den jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen. «Wir können für Furore sorgen», kommentierte Kapitän Sebastian Kehl das schwere Programm des Bundesliga-Zweiten voller Vorfreude. Bei allem Respekt vor den kniffligen Aufgaben überwiegt eine positive Erwartungshaltung. Nach dürftigem Saisonstart und zwischenzeitlichem Absturz auf Rang elf wähnen sich alle Beteiligten zurück auf Kurs. Immerhin verbuchte der Titelverteidiger in den vergangenen sechs Ligapartien bei einem imposanten Torverhältnis von 19:3 fast optimale 16 Punkte und trat dabei mitunter ähnlich dominant auf wie in der Meistersaison. Das macht Mut für die Partie am Samstag beim bisher souveränen Spitzenreiter aus München. Trotz der ansteigenden Form seines Team sieht Trainer Jürgen Klopp den BVB jedoch in der Rolle des Außenseiters: «Die Münchner befinden sich in herausragender Verfassung und sind absoluter Topfavorit. Aber wir haben die Möglichkeiten, den FC Bayern durch taktische Maßnahmen auf unser Niveau herunterziehen.»
Der Vorstoß auf Rang zwei der Tabelle brachte der Borussia den Respekt vergangener Tage zurück. Sowohl Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge als auch Bundestrainer Joachim Löw erklärten den Revierclub zum Hauptkonkurrenten der scheinbar übermächtigen Bayern. Gleichwohl reagierte Klopp in den vergangenen Tagen auf die vielen Fragen nach der Rolle seines Teams als erster Bayern-Jäger unwirsch: «Diesen Anteil an Schwachsinn gibt es in unserem Selbstvertrauen nicht.» Mit einem Coup wie beim 3:1 am 26. Februar in München will der BVB die drohende Langeweile im Titelkampf abwenden. Schließlich liegt der Rekordmeister aus München bereits mit fünf Punkten Vorsprung vorn und könnte sich mit einem weiteren Sieg vorentscheidend absetzen. Im Vergleich zum damaligen Duell, bei dem die Borussia den Grundstein zum späteren Titelgewinn legte, hat Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke jedoch einen markanten Unterschied ausgemacht: «Unser Niveau ist ähnlich hoch wie im Februar, aber die Bayern haben ein höheres als damals.» |