Auch Borussia Mönchengladbach hat sich in der Spitzengruppe festgesetzt. Bei seiner Rückkehr nach Berlin konnte sich Borussias Trainer Lucien Favre bei Marco Reus bedanken, der mit einem Doppelpack den dritten Auswärtssieg der Saison perfekt machte. Der Jung-Nationalspieler, der schon den letzten Heimsieg gegen Hannover mit zwei Treffern sicherte, blieb bescheiden: «Nicht nur ich bin gut drauf - die ganze Mannschaft ist es.» Nur ein Sieg aus den letzten vier Bundesligaspielen reicht Bayer Leverkusen nicht, um den Sprung in die Top Five der Tabelle zu schaffen. «Platz acht, neun - das ist natürlich nicht unser Anspruch», sagte Bayer-Profi Michael Ballack nach dem 2:2 gegen den Hamburger SV, der nach einem 0:2-Rückstand noch einmal zurück kam. Der VfB Stuttgart wurde auf dem Weg nach oben von den zuvor neun Spiele sieglosen Mainzern gestoppt. Zwei Treffer von Anthony Ujah und einer von Andreas Ivanschitz sorgten für den ersten Erfolg der Rheinhessen nach 89 Tagen. «Wir haben immer gewusst, dass wir uns das Selbstvertrauen nicht nehmen lassen», sagte der Mainzer Abwehrspieler Niko Bungert. VfB-Coach Bruno Labbadia sah sein Team vom Schiedsrichter benachteiligt, der Mainzer Eugen Polanski und Stuttgarts Maza wurden des Feldes verwiesen. Papiss Demba Cissé führte den SC Freiburg in der Nachspielzeit beim 1. FC Nürnberg per Elfmeter zum 2:1-Sieg. Bei den seit sieben Spielen sieglosen Franken machen sich allmählich Abstiegssorgen breit. Unglücksrabe war Timm Klose, dessen Fehler in der Schlussphase zum Strafstoß führte. Freiburgs Trainer Marcus Sorg war erleichtert: «Wir haben wichtige Punkte geholt, die wir uns lange verdient haben.» Auch der 1. FC Kaiserslautern sammelt fleißig Punkte für den Klassenverbleib. Die seit vier Spielen unbesiegten Pfälzer hätten bei schwachen Hoffenheimern sogar gewinnen müssen, erreichten am Ende aber immerhin ein 1:1. 1899-Trainer Holger Stanislawski war mächtig sauer: «Wir haben alles falsch gemacht und einen glücklichen Punkt gestohlen. Das war das schlechteste Spiel der Saison.»
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