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VfB-Präsident Staudt sauer auf Kuranyi

Stuttgart (dpa) - 10.03.2005, 14:07 Uhr

Stuttgarts Kevin Kuranyi freut sich über seinen Treffer.
Stuttgarts Kevin Kuranyi freut sich über seinen Treffer.

Die Spannungen zwischen Nationalstürmer Kevin Kuranyi und dem VfB Stuttgart drohen zu eskalieren. «Die Spieler sollen endlich ihren Job erfüllen und ihr Maul halten» sagte VfB- Präsident Erwin Staudt der «Stuttgarter Zeitung».

Kuranyi werde «fürs Toreschießen bezahlt und ist nicht unser Organisationsberater», schimpfte der 57-Jährige drei Tage vor dem Spiel des Bundesligisten bei Borussia Dortmund. Staudt reagierte damit auf ein Interview des Fußball-Profis mit den «Stuttgarter Nachrichten». Darin hatte Kuranyi die Einstellung eines weiteren Managers beim Tabellenvierten gefordert. «Ich hätte auch gerne einen Ansprechpartner im Verein - einen Manager wie früher Rolf Rüssmann oder Karl-Heinz Förster» sagte der 23-Jährige. «Wenn wir noch professioneller werden wollen, dann wäre auch in diesem Bereich eine Verstärkung gut. Ein Manager würde allen helfen - der Mannschaft, aber auch dem Verein und dem Trainer.»

Staudt verteidigte das Management mit Jochen Schneider (Direktor Sport Verwaltung) und Herbert Briem (Direktor Sport Technik). «Unsere Manager handeln im Interesse des Vereins und sind integer. Wir werden auf jeden Fall in dieser Konstellation über die Saison hinaus weiterarbeiten.» Eine von VfB-Trainer Matthias Sammer angeregte Verpflichtung des früheren Nationalspielers Stefan Reuter als Manager der Stuttgarter hatte Staudt kürzlich abgelehnt.

Ärger zwischen Präsident und Spieler hatte es bereits in der Winterpause gegeben. Staudt hatte damals mit Spielerverkäufen gedroht, sollte der VfB erneut die Qualifikation für die Champions League verpassen. Kuranyi hatte sich daraufhin öffentlich darüber beschwert, dass ihn die Stuttgarter verkaufen wollten. Zudem hat auch das Werben des FC Schalke 04 um den Jungstar für Unruhe gesorgt. Nach dpa-Informationen hat der Torjäger eine Ausstiegsklausel in seinem bis 2008 laufenden Vertrag. Danach kann er den VfB für eine Ablösesumme von mindestens sechs Millionen Euro verlassen, sollte der Verein die Königsklasse des Fußballs verpassen.


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